Mittwoch, 22. November 2017

Schlangenfrucht

Sie trägt ihren Namen nicht umsonst. Die Schale der merkwürdig beschuppten Palmenfrucht erinnert an die Haut einer Schlange. Manche bezeichnen sie auch als Salak, Panzerbeere oder Snakefruit. Hohen Bekannheitsgrad genießt sie in unserem Land nicht. Während Früchte wie Rambutan, Avocado oder Mangostan längst das Sortiment der heimischen Obsthändler bereichern, ist die Schlangenfrucht bislang nahezu unentdeckt geblieben - eine Marktlücke.
Wie andere exotische Früchte ist die Schlangenfrucht sehr kälteempfindlich und wächst nur in den Tropen. Ihre Heimat liegt auf den indonesischen Inseln Sumatra und Java, wo sie auf auf bis zu sechs Meter hohen Palmen mit fiederförmingen, sechzig Zentimeter langen Blättern in Dickichten auf nassen, sumpfigen Böden vorzüglich gedeiht. Fast alle oberirdischen Teile der Pflanze sind von zahlreichen, spitzen Stacheln bedeckt.
Die Schlangenfrucht hat eine rotbraune, glänzende Schale, die aus überlappenden Schuppen besteht. Sie ist hart und rau, aber dünn und leicht zu schälen. Das Innere der Frucht ist hellgelb bis beige und in zwei bis vier Segmente aufgeteilt, in denen sich jeweils ein großer dunkelbrauner Kern befindet. Der außergewöhnliche, süß-säuerliche Geschmack mit einer minimal bitteren Note ist kaum zu beschreiben. Manche fühlen sich an Ananas und Erdbeeren, Bananen, Litschi oder Birnen in verschiedenen Zusammensetzungen erinnert.

1 Kommentar:

Krautl hat gesagt…

Danke für diese Erklärung.
Tatsächlich esse ich einige exotische Früchte
nicht - aus dem simplen Grund, dass ich nicht
weiß, wie man die isst *schäm* ... :-)