Dienstag, 3. Oktober 2017

Oktoberfestbier

Zum Abschluss des diesjährigen Oktoberfestes noch schnell ein kurzer Vergleichstest der heurigen Gebräue aus den Sudkesseln der Paulaner und deren von Löwenbräu. Mehr war nicht möglich. Ohne Zweifel geht nichts über eine frischgezapfte Mass. Wer aber nicht nach München fahren will, um sich in eines der Zelte zu drängen, hat das Glück, dass das Bier auch abgefüllt wird. Beide oben genannten Hersteller verwenden hierzu braune Glasflaschen der Sorte NRW-GR905 mit einem Fassungsvermögen von einem halben Liter und Kronkorkenverschluss. Aus historischen Gründen, die hier nicht genauer beschrieben sein sollen, sind Oktoberfestbiere Märzen mit einem etwas höheren Alkoholgehalt. Der Unterschied beginnt beim Etikett. Während Löwenbräu auf himmelblauem Grund eine Kellnerin im Dirndl vor der Brauerei fünf Mass stemmen lässt, zeigt Paulaner einen turbulenten Fassanstich. Wer gleich aus der Flasche trinkt, sieht nicht, dass dem feinen Schaum des Löwenbräu der eher grobporige des Paulaners gegenüber steht. Das Löwenbräu überzeugt mit seinem schönen Antrunk und einem kraftvollen Nachhall. Es ist sehr mild, malzig mit schöner Würze und gut abgestimmten Hopfennoten. Das Paulaner unterscheidet sich schon optisch durch seinen dunkleren Goldton. Das Bier gefällt, passend zur Farbe, auch durch sein eher dunkles Aroma mit malzig-würzigen Noten und einem guten Hopfenton. Welches der beiden Biere letztendlich das bessere ist, lässt sich nach der Verkostung von jeweils einer Mass nicht mehr beurteilen. Beide munden vorzüglich.

1 Kommentar:

Herr Ackerbau hat gesagt…

Beide gab's auch in Berlin zu kaufen. Bin sonst kein Löwenbräu oder Paulaner-Fan, aber das Oktoberfestbier habe ich gern getrunken.