Sonntag, 10. September 2017

Thailändisch im Baitong

Wer in Augsburg authentische thailändische Küche genießen möchte, kommt um das Baitong nicht herum. Hier schmeckt alles noch original. Das Restaurant befindet sich in einem eher unscheinbaren Flachbau im Süden Augsburgs. Die Inhaberin und Betreiberin Sukanya Weissenbrunner lebt seit 1999 in Deutschland und eröffnete das Lokal im Sommer 2013. Zuvor hatte sie schon viele Gerichte von ihrer Mutter in Khon Kaen, einem Ort im Nordosten Thailands, gelernt. Nach dem Abitur arbeitete sie als Kindergärtnerin, betrieb eine Garküche an einer Schule und gab regelmäßig Kochparties. Die Schärfe der Gerichte wurde etwas europäisiert, auf Wunsch gibt es aber auch extra Chili. Baitong bedeutet übersetzt „Bananenblatt”.
Die Getränkekarte ist weniger exotisch. Natürlich gibt es verschiedene Sorten Tee. Neben allerlei Säften und Saftschorle stehen Weine aus Österreich und Italien auf der Karte, zum Ausschank kommt hauptsächlich das Bier von Hacker-Pschorr, es werden aber auch thailändische Biere angeboten. Zum einen ist das das „Chang Classic”, zum anderen das „Singha Lager Beer”, das von der Schlossbrauerei Au-Hallertau nach der Originalrezeptur der in Bangkok beheimateten Singha Corporation gebraut und abgefüllt wird.
Die interessante Menükarte ist übersichtlich gestaltet und bietet ein reichhaltiges Angebot an echten thailändischen Speisen. Als Vorspeise eignet sich zum Beispiel einer der exotischen Salate, eine Kleinigkeit aus der Rubrik Fingerfood oder eine der Suppenkreationen, die ganze zwei Seiten auf der Karte einnehmen. Oben abgebildet „Tom Ka Gai”, eine milde Hühnersuppe mit Kokosmilch, Champignons, Tomaten, Zwiebeln, Galgant, Zitronengras, Kaffir-Limettenblättern und Thai-Koriander.
Hier zwei weitere Suppen: Links „Tom Yam Gai”, eine scharfe Hühnersuppe mit Thai-Chilipaste, Champignons, Tomaten, Zwiebeln, Galgant, Zitronengras, Kaffir-Limettenblättern, Thai-Koriander und Chili. Rechts daneben „Tom Ka Tale”, eine Suppe aus Meeresfrüchten mit Kokosmilch, Champignons, Tomaten, Zwiebeln, Galgant, Zitronengras, Kaffir-Limettenblättern und Thai-Koriander.
Richtig spannend wird es beim Hauptgericht. Die Karte ist unterteilt in die verschiedenen Fleischsorten, Fische und Meeresfrüchte, vegetarisches oder Tofu. Oben abgebildet sind zwei Gerichte mit Entenfleisch. Links das „Ped Pad Prig Nomai”, eine leicht scharfe, knusprig gebratene Ente mit Tamarinde, Zwiebeln, Knoblauch, Thai-Basilikum, Paprika und Chili, rechts „Gäng Ped Ped Yang”, die knusprige Ente auf rotem Thai-Curry mit Ananas, Kokosmilch, Zucchini, Aubergine, Bohnen, Bambus, Karotten, Erbsen, Tomaten, Paprika und Thai-Basilikum.
Links „Pla Mük Gratiam Prig Thai”, ein pikant gebratener Tintenfisch mit Knoblauch, Pfeffer, Champignons, Chinakohl, Zucchini und Sesam. Rechts „Gäng Kiao Wan Tao Hu”, ein grünes Tofu-Curry mit Kokosmilch, Zucchini, Auberginen, Bohnen, Bambus, Thai-Basilikum und Paprika. Man sieht, es geht auch ohne Fleisch.
Als Desserts werden sechs leckere Kreationen offeriert. Das Angebot reicht von gebackenen Bananen mit Sesam, Kokosflocken und Honig bis zur Früchteschale mit verschiedenen Eissorten. Oben links abgebildet das optisch ansprechende „Kao Niao Mamuang”, ein gedämpfter Klebreis mit Kokosmilch, Mango und Erdnüssen. Rechts eine Creme aus Mango-Püree mit Kokosmilch, Mascarpone und Quark, garniert mit gebackenen Mandeln, obendrauf eine Physalis. 
Fazit: Wer in Augsburg thailändisch essen will, dem sei das Baitong ans Herz gelegt. Die fröhliche und zuvorkommende Art der freundlichen Bedienung, die ansprechende Einrichtung und vor allem das gute Essen überzeugen auf ganzer Linie. Die Preise sind eher im mittleren Segment angesiedelt, die Qualität ist hoch. Ein Besuch im Baitong wird keinen enttäuschen. Eine vorherige Reservierung ist zu empfehlen.

1 Kommentar:

Krautl hat gesagt…

Also Deine Berichte lese ich immer wieder mit Begeisterung.
Sind sehr ansprechend durch Deine Fotos - man merkt, dass Du
ein Genießer bist ;-)