Mittwoch, 24. Mai 2017

Tamarindensuppe

Wenn jemand weiß, wie eine gute Tamarindensuppe zubereitet wird, dann ist es eine indonesische Hausfrau wie Lisan's Mutter. Von ihr stammt dieses Rezept. Es ist jedoch nicht ganz einfach, hier bei uns eine solche Suppe zuzubereiten. Das liegt an den Zutaten, die in unseren Breitengraden zum Teil nur schwer erhältlich sind. Gut, Maiskolben, rote Bohnen und Salz sind überall zu haben. Die Tamarinde, die zur Herstellung dieser Suppe in Form einer Paste benötigt wird, findet man in einem asiatischen Lebensmittelgeschäft. Auch Gula Merah, zu deutsch Palmzucker, ist kein allzu großes Problem. Schwieriger wird es beim Gemüse. Labu Siam, die Früchte einer rankenden Pflanze aus den Tropen, werden auch Chayote genannt. Sie stammen aus der Familie der Kürbisgewächse. Melinjo, deren Fruchtstände und Blätter essbar sind, ist bei uns nahezu unbekannt. Gnetum Gnemon wird das Gemüse bei uns genannt, doch kaum einer hat jemals davon gehört. Es ist eine echte Rarität und bei uns kaum erhältlich. Und da wären noch Kacang Panjang, lange Bohnen, die auch Spargelbohnen genannt werden. Nur mit etwas Glück findet man sie auch bei uns.
Es ist nicht unbedingt erforderlich, alle oben angegebenen Gemüsesorten zur Zubereitung dieser Suppe zu haben. Wer wie Nervenruh Melinjo und Spargelbohnen nicht auftreiben kann, lässt sie einfach weg. Er brachte Wasser zum Kochen und rührte die Tamarindenpaste und den Palmzucker ein, bis es seinem Geschmack entsprach. Dann fügte er die grob gehackten Maiskolben hinzu. Die Labu Siam genannte Frucht, von der alle Teile essbar sind, wurde in grobe Stücke geschnitten und mit den roten Bohnen zur Suppe gegeben. Dann lässt man alles köcheln, bis das Gemüse die gewünschte Bissfestigkeit erreicht hat. Mit etwas Salz wird abgeschmeckt. Die Suppe ist einfach herzustellen, schmeckt wirklich sehr gut und kann nur empfohlen werden. 
>>Rezept

1 Kommentar:

Lisan Kyrana hat gesagt…

My hand writing is there hahaha