Freitag, 7. April 2017

Steinenbronn

Die Gemeinde Steinenbronn liegt südlich der baden-württembergischen Landeshauptstadt im Landkreis Böblingen am Rand des Naturparks Schönbuch und am alten Handelsweg von Stuttgart in die Schweiz. Auf der Gemarkung liegt die abgegangene und aufgegebene Ortschaft Höfen, eine Wüstung. Steinenbronn mit seinen aktuell etwas über 6200 Einwohnern hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Erste belegte Besiedlungen gab es bereits vor über 4500 Jahren durch Ureinwohner der Jungsteinzeit, die nächste belegte Besiedlung dann im Jahr 450 v.Chr. durch Kelten vom Stamm der Helvetier. Später verdrängten die Germanen die Kelten in Richtung Süden, fast gleichzeitig kamen die Römer. Diese wurden aber dann später von den Alemannen wieder zurück an den Rhein verdrängt. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes geschah 1348, da im Jahre 1347 der Pfalzgraf von Tübingen beträchtliche Ländereien und Rechte im Reichsforst Schönbuch und damit auch den Ort Steinenbronn an die Grafen von Württemberg verkaufte. Im Jahr 1348 lebten dort etwa einhundert Einwohner auf fünfundzwanzig Höfen. 1534 wurde Steinenbronn komplett evangelisch und blieb es bis 1945. Während des Dreißigjährigen Krieges hatte das Dorf schwer zu leiden. Aus dieser Zeit stehen nur noch zwei Bauwerke: ein Kirchturm, der über einer gotischen Wandnische die Jahreszahl 1470 trägt, und ein Wohn- und Geschäftshaus. Im Zweiten Weltkrieg gingen binnen einer Nacht im Hagel von Spreng- und Brandbomben die Kirche, zwölf Wohnhäuser und dreißig Scheunen in Flammen auf. Nach der Währungsreform wuchs die Ortschaft und mit ihr die Infrastruktur und die Anzahl der Gebäude. Oben abgebildet ist die katholische Heilig-Geist-Kirche, die 1964 fertiggestellt wurde.
Wer noch nie im ruhigen und beschaulichen Steinenbronn war, hat auch nichts Großartiges versäumt, sollte sich aber jemand dorthin verirren, so sei ihm das Hotel Krone ans Herz gelegt, in dem ganz besonders schmackhafte Mahlzeiten aus der schwäbischen Küche serviert werden.

Keine Kommentare: