Dienstag, 11. April 2017

Leben

Auch wer schon seit Jahrzehnten sein Leben mit einem Garten teilt, ist immer wieder überwältigt vom Frühling, der wie eine Neugeburt erscheint nach dem Winter, der der Tod war. Alles erwacht wieder. Die Flora schießt aus dem Boden und die Fauna entwickelt ein quirliges Treiben. Es summt und brummt und zwitschert.
Zum großen Teil ist das Leben für menschliche Ohren jedoch nicht wahrnehmbar und völlig geräuschlos. Nicht nur die Pflanzen, sondern zum Beispiel auch das aus näherer Distanz betrachtete, putzig anzusehende Tierchen, das sich mit Vorliebe am Blaukissen zu schaffen macht und immer ruhelos ist und in Bewegung.
Der Lurch, der in der feuchten Erde lebt, erschrickt, sobald er entdeckt wird. Er lebt zwar auch vom Leben, will aber von demselbigen nicht gestört werden. Er ist auf den ersten Blick unauffällig, selten zu sehen, immer ohne irgendwelche Beschwerden, ohne jeglichen Ton und gänzlich still. Ganz nebenbei flattern Schmetterlinge kommentarlos durch die Luft. Auch sie leben lautlos.

1 Kommentar:

Katharina vom Tanneneck hat gesagt…

Ich habe meinen Garten ja erst 10 Jahre aber für mich ist es immer wieder ein neues Wunder im Frühling, wenn die scheinbar vertrockneten Sträucher und Bäume wieder zu neuem Leben erwachen.
Und natürlich kommen auch die Tierchen wieder hervor. In diesem Jahr haben wir viele Zitronenfalter.

Ein schönes Osterfest wünsche ich Dir und Deinen Lieben!