Samstag, 18. März 2017

Märzen

Um zu verstehen, warum dieses Bier Märzen genannt wird, muss man schon ein paar Jahrhunderte zurück blicken. Fast fünfzig Dekaden sind vergangen, seit beim Sieden von Bier immer wieder Brände entfacht wurden und so die Brauerei zwischen dem Georgistag am 24. April und Michaeli am 29. September eingestellt werden musste. Es war zu gefährlich. Da man aber auch damals schon gerade im Sommer ein kühles Bier zu schätzen wusste, musste man sich etwas einfallen lassen, begann dann im März besonders lagerfähiges Bier zu brauen, lagerte es mit Eis in den Kellern ein und pflanzte Schatten spendende Kastanien darüber. So war der Bedarf bis in den Herbst hinein gedeckt. Das ging so lange, bis im Zuge der Industrialisierung gegen Ende des 19. Jahrhunderts Vieles anders wurde. Biergärten gibt es trotzdem immer noch und Märzen auch. Diese Art von Bier ist zwar heutzutage jahrein jahraus fast überall erhältlich, doch weil gerade März ist, hat Nervenruh zwei davon getestet: Das historische Märzen von Mönchshof und das Unterbaarer Weihnachtsmärzen. Prost!

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