Dienstag, 28. Februar 2017

Zweieinhalb Stunden Indien

Namaskar! Wir tauchen ein in eine andere Welt und entfliehen dem Alltag im Speiselokal Taj Mahal in Augsburg, das sich ohne zu übertreiben als das beste indische Restaurant der Stadt bezeichnet. Es liegt ziemlich zentral unterhalb des Perlachturms bei der Barfüßerkirche, schräg gegenüber der Kresslesmühle. Es ist nicht einfach, unter den vielen Speisen der reichhaltigen Karte auszuwählen, doch jeder findet das Richtige. Erstmal ein Kingfisher Premium. Das feinste und meistverkaufte Bier Indiens wird von der United Breweries Group mit Hauptsitz in Bangalore gebraut.
Der Gastraum ist ansprechend eingerichtet, das Personal professionell und zurückhaltend, doch immer aufmerksam und sehr freundlich. Es gibt Pappad, knusprige Linsenwaffeln mit drei verschiedenen schmackhaften Soßen in rot, grün und gelb. Zum Aufwärmen eine Kürbissuppe mit Tamarinde und Gewürzen oder Mulagatany, eine scharfe exotische Suppe mit Linsen, Hühnerfleisch, Curryblättern und Reis. Auch nicht uninteressant: Mint Prantha, ein mehrschichtiges Vollkornbrot mit Butter und frischer Minze.
Danach hausgemachter Käse, Blumenkohl, Tomaten, Zwiebeln, Zucchini, Ananas, Auberginen, Champignons und Paprika am Spieß gegrillt mit Nan aus dem Tandor oder das fein gewürzte Shahi Baingan aus Auberginen mit hausgemachtem Käse und Ingwer in einer Mandelsoße. Sensationell ist das Kathal Tikka, eine in Joghurt marinierte Jackfrucht mit Paprika, Tomaten und Zwiebeln gegrillt nach ayurvedischer Art und als Beispiel für ein Fleischgericht zartes Lamm in gepressten Genguraablättern nach ausgewählter Ayurveda Art, Gongera genannt. Dazu gibt es jede Menge körnigen Reis.
Zum Abschluss Gulab Jamon, in Honig gebackene Bällchen aus Milch und Quark, für Mutige, Unentschlossene oder Überraschungen Liebende eine Zusammenstellung von sechs verschiedenen Leckereien oder einfach eine frische Mango mit Eiskreme. Eigentlich möchte man noch weiter schlemmen und die anderen angebotenen Köstlichkeiten ausprobieren, doch die Volumina unserer Mägen sind begrenzt. Den Schlussakkord setzt ein süßer, milder Likör. Dann ist der Traum vorbei.

1 Kommentar:

Lisan Kyrana hat gesagt…

Hmm.. Das sieht lecker aus :)