Dienstag, 3. Januar 2017

Schwäbisches Handwerkermuseum

Ein wahres Kleinod in der Augsburger Altstadt ist das schwäbische Handwerkermuseum. Es liegt etwas versteckt und ist für die Besucher nicht leicht aufzuspüren, doch wer den Weg durch den Handwerkerhof beschritten hat und den Blick in das idyllisch gelegene Museumsensemble schweifen lässt, der wird belohnt. Das Museum liegt harmonisch eingebettet in die Stadtmauer, dem Heilig-Geist-Spital, den Wassertürmen und Wallanlagen am Roten Tor im unteren Brunnenmeisterhaus. Das Gebäude aus dem 18. Jahrhundert, das durch Verfall und Kriegsschäden stark in Mitleidenschaft gezogen worden war, wurde durch die Schwäbische Handwerkskammer, die auch Betreiberin des Museums ist, nach historischem Vorbild komplett renoviert.
In den Räumen sind detailgetreu nachgebildete Werkstätten alter und zumeist ausgestorbener Handwerksberufe wie Bader, Sattler, Schuhmacher, Uhrmacher, Bäcker, Buchbinder oder Posamentierer zu sehen. Seit 1985 werden auf zweihundertfünfzig Quadratmetern originale Einrichtungen, Werkzeuge, Arbeitsmaterialien, handwerkliche Dokumentationen und Vieles mehr gezeigt. Ein eigener Bereich ist den Zünften gewidmet. Unter anderem sind Zunftwappen, Zunftsteine oder Zunfttruhen zu bewundern. Die Exponate wurden aus ganz Schwaben zusammengetragen. Hier wird Handwerk, Technik und Brauchtum von einst bis jetzt erlebbar. Der Eintritt - und das erstaunt dann doch angesichts dieser Reichhaltigkeit und Fülle in einer ansprechenden und gepflegten Umgebung - ist frei. 
>> Fotos

Keine Kommentare: