Sonntag, 8. Januar 2017

Mangostan

Mangostan hat keine Gemeinsamkeiten mit Usbekistan, Kasachstan, Kirgistan, Tadschikistan, Dagestan oder Turkmenistan. Magostan ist keine ehemalige Republik der Sowjetunion. Magostan hat auch nichts mit Afghanistan oder Pakistan zu tun. Mangostan ist eine Frucht, doch nicht im Entferntesten verwandt mit Mango. Sie sieht so ähnlich aus wie eine Mohnkapsel und man könnte sich gut vorstellen, dass sie wie eine Blume auf einem Stängel gewachsen ist. Das stimmt aber nicht. Die Früchte wachsen auf einem Baum, der über hundert Jahre alt und fünfundzwanzig Meter hoch werden kann. Ursprünglich stammt das Gewächs wahrscheinlich aus Malaysia, es ist mittlerweile aber fast im gesamten südostasiatischen Raum und in einigen südamerikanischen Ländern verbreitet. Die Bäume dulden nur Temperaturen zwischen vier und achtunddreißig Grad. Alle Versuche, sie nördlich des zwanzigsten Breitengrades anzupflanzen, schlugen fehl. Die holzige Schale der Mangostan ist dick und fast so hart wie eine Nuss. Sie schmeckt bitter und findet in der Volksmedizin Verwendung. Um eine Frucht zu öffnen, sollte man sie mit einem Messer aufschneiden. Die weichste Stelle befindet sich oben. Wer kräftige Hände hat, dem gelingt es auch, die Frucht nach dem Entfernen des Stängelansatzes mit den Blättern aufzubrechen. Zum Vorschein kommt dann das süßlich-säuerliche, weiße Fruchtfleisch, das ähnlich wie Knoblauchzehen aussieht, aber vollkommen anders schmeckt.

1 Kommentar:

lina hat gesagt…

hello.....we call mangostan as manggis here...