Freitag, 26. August 2016

In den Stauden und danach

Die Stauden sind der südliche Teil des Naturparks Westliche Wälder. In dem Landschaftsschutzgebiet mit seiner typisch schwäbischen Hügellandschaft liegt der Wallfahrtsort Maria Vesperbild. Die Geschichte der Kirche geht zurück bis ins Jahr 1650, als an dieser Stelle aus Dankbarkeit für das Ende des Dreißigjährigen Krieges eine Feldkapelle errichtet und im Laufe der Zeit immer wieder vergrößert und ausgebaut wurde. Von dem Sakralbau führt ein Kreuzweg durch einen lichten Buchenwald zur Fatimagrotte. Um eine überlebensgroße Madonnenfigur brennen riesige Votivkerzen aus aller Welt. Außerdem sind weit über eintausend Tafeln mit Danksagungen und Bitten aufgestellt und zeugen von Gebetserhörungen, Notlagen und einem unerschütterlichen Marienkult. Bis zu einer halben Million Menschen pilgern alljährlich zur Verehrung der Mater Dolorosa hierher.
Etwas nördlich von Maria Vesperbild gelegen befindet sich das Schloss Seyfriedsberg, 1227 erstmals erwähnt und nachdem die Bischöfe von Augsburg, Markgrafen von Burgau, Habsburger und Staufer dort hausten, seit dem 17. Jahrhundert eng mit der Dynastie Oettingen-Wallerstein verbunden. Während das Gebäudeensemble mit seinem Innenhof für die Allgemeinheit nicht zugänglich ist, darf der zwischen 1840 und 1850 angelegte forstbotanische Park von jedermann betreten werden. Hochgewachsene, über hundertjährige Baumriesen sind dort zu bestaunen. Aufgrund des besonders milden Klimas auf dem Seyfriedsberg wachsen hier auch wärmeliebende und frostempfindliche Arten. Höhepunkte sind die imposanten Mammutbäume und Ginkos oder die alten Rhododendronbüsche. Das Naturdenkmal ist das ganze Jahr über geöffnet und für alle Interessierten frei zugänglich.
Nach einem sommerlichen Wandertag wieder in der Heimat angekommen, macht sich ein ausgeprägtes Hungergefühl breit und der Magen knurrt gewaltig. Göggingen ist nicht allzu weit von Deuringen entfernt, so dass es sich anbietet, in der Dragone einzukehren. Der gemütliche Biergarten vermittelt bayerisches Flair und das Bier stammt aus der Aktienbrauerei Kaufbeuren. Ansonsten ist hier alles echt italienisch. Der geübte Pizzaiolo zieht den Teig über seinen Handrücken und weitet ihn durch gekonntes Kreisenlassen in der Luft. Die Pizza kommt aus einem echten mit Holz befeuerten Steinofen. Die Wahl fiel auf eine mit Mozzarella, Garnelen, Cocktailtomaten, Zucchini und Rucola. „Prego” sagte der Kellner, als er das runde Ding auf den Tisch stellte und nachdem der Ranzen voll und die Rechnung beglichen war „Ciao”. 
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Kommentare:

Herr Ackerbau hat gesagt…

Ein paar hundert Meter von der Pizzeria entfernt habe ich mal gewohnt (kann mich aber nicht erinnern, ob es die Anfang der Neunzige r schon gab...)

Claudia Erhard hat gesagt…

Sehr schön!!

Marli hat gesagt…

Hello dear friend, Wonderful tourism! Congratulations! Hug.