Samstag, 30. April 2016

In der Wolfzahnau

Die Wolfzahnau ist ein Gebiet in Form eines Dreiecks, an dessen oberer Spitze die Wertach in den Lech mündet. Die Gegend ist hauptsächlich von Auwäldern bedeckt, welche früher weite Teile der Flussufer beherrschten. Die Verordnung der Stadt Augsburg vom 30. Juli 1998 benennt die Schutzzone als Landzunge im Zusammenfluss von Lech und Wertach mit dem von Stadtbach und Proviantbach durchflossenen urwaldähnlichen Auwald einschließlich des Flussbettes des Lechs mit seinen Kiesflächen. Das spitz zulaufende Mündungsgebiet erhielt erst 1879 nach einer damals existierenden Gaststätte seinen Namen. Vorher wurde es als Schinderinsel bezeichnet.
Am Nordende des Landschaftsschutzgebietes befindet sich seit 1902 ein Wasserkraftwerk. Es ist das älteste und zugleich größte Kraftwerk des Kanalsystems Augsburgs. Das Netzwerk der Augsburger Lechkanäle schließt sich hier nach dem Durchfließen der Stadt wieder zusammen. Zuletzt vereinigen sich südlich des Kraftwerks der Stadtbach und der Proviantbach. Eine Schleuse ermöglicht es an dieser Stelle, einen Teil des nassen Elements in die Wertach abzuleiten. Der gesamte Teil des Wassers wird über das Kraftwerk energetisch genutzt.
Pläne, die Wolfzahnau in einen gepflegten Park zu verwandeln oder gar für Straßenbau, Industrieanlagen oder einen Friedhof abzuholzen, wurden nie umgesetzt. Seit September 2014 weiden schottische Hochlandrinder als Rasenmäher auf einer Weide, um den ökologisch wertvollen Magerrasen zu pflegen und damit die Artenvielfalt zu verbessern. Allerdings kann seitdem eine eingezäunte Zone in der Größe von etwa sechs Hektar nicht mehr von Spaziergängern durchquert werden.
Die verbleibenden gut siebzig Hektar des Biotops sind unter anderem bedeckt mit Erlen, Pappeln, Birken, Eschen und vor allen Dingen Weiden, dazwischen Sträucher wie Liguster, Schneeball, Heckenkirsche, Pfaffenhütchen, Rainweide und Hartriegel. An den Bäumen ranken Efeu und Waldreben und es gibt Kräuter, die nicht typisch für Auwälder sind, wie etwa den Hohlen Lerchensporn, die Knoblauchsrauke, das Scharbockskraut, den Huflattich oder das Bayerische Veilchen. Massenhaft Kleingetier und Insekten tummeln sich im Wald, der nicht nur einer großen Vielfalt an Vögeln Platz bietet, sondern vielen Tieren wie zum Beispiel Füchsen oder Hasen eine Heimat gibt und entlang der Bach- und Flussläufe die Biber hemmungslos austoben lässt.
>> Fotos

Kommentare:

Magia da Inês hat gesagt…

✿ه° ·.
Vi todas as fotos. Esse lugar é um santuário ecológico.

Boa semana e ótimo mês de Maio!!!
Beijinhos♪ه° ·.

╰✿ه° ·.‿⎠

Francisco Manuel Carrajola Oliveira hat gesagt…

Excelente trabalho e belas fotografias.
Um abraço e boa semana.

rudi hat gesagt…

Nice area overthere (Wolfzahnau) and you look nice on the picture (hmm)

Kath rin hat gesagt…

Vielen Dank für den interessanten Bericht.

lg kathrin