Dienstag, 26. April 2016

Aufgedröselt

Im Staatlichen Textil- und Industriemuseum Augsburg läuft noch bis zum 8. Mai die Sonderausstellung „Textile Erinnerungen - Remembering Textiles” mit Werken von Kaoru Hirano aus Japan und Gali Cnaani aus Israel. Beide Künstlerinnen verbindet ihr radikaler Ansatz, bestehende Kleider bis in ihren letzten Ansatz hinein aufzulösen. Mit der offengelegten Struktur gehen die Beiden unterschiedlich um. Hirano verknüpft die Fäden wieder so, dass sie in Reminiszenz an die ehemaligen Trägerinnen eine schemenhafte Skulptur formen. Cnaani hingegen verwebt die in ihre Strukturen aufgelösten Kleider wieder neu und verbindet sie dabei mit anderen Kleidungsstücken. Daraus entsteht eine ganz überraschende Ästhetik, die das Textile als Sprache offenbart. Auf unterschiedliche Weise spüren beide Künstelerinnen den Erinnerungen der Textilien nach, den ehemaligen Trägerinnen und dem Gedächtnis des Materials selbst.
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Kommentare:

Sara Mary Waldgarten hat gesagt…

Hört sich interessant an! Augsburg ist leider ein wenig weit weg von mir und ich verreise im Mai schon an einen anderen Ort.
Aber sicher liest und hört man noch mehr darüber.

Liebe Grüße
Sara

Bruno hat gesagt…

Augsburg ist wahrlich ein Traum!