Mittwoch, 2. März 2016

Ingolstadt

Wer an Ingolstadt denkt, denkt zunächst an die Donau, Erdölraffinerien und den FC. Natürlich denken viele auch an die Audi AG, deren Forum sich im Norden der Ortschaft befindet und die dort das Museum Mobile betreibt. Die Besichtigung beginnt in der dritten Etage des architektonisch ansprechenden Gebäudes und führt durch die über einhundert Jahre andauernde Geschichte des Werkes bis hinunter in den ersten Stock. Dort finden Wechselausstellungen statt. „Vorsicht Kunst!” heißt es da und „Boxenstopp”. Stephan Quenkert präsentiert zweiundzwanzig Bilder und Objekte Konkreter Kunst mit fünf Automobilen. Nicht weit vom Audi-Forum entfernt steht die Kocatepe Camii. Der klassisch osmanische Kuppelbau mit zwei Minaretten gilt als die größte Moschee Bayerns. Außerdem sind im Norden der Stadt eine der leistungsstärksten Erdölraffinerien Europas sowie, ganz in der Nähe, das Outletcenter „Ingolstadt Village” mit über einhundert Geschäften auf zehntausend Quadratmetern angesiedelt.
Ingolstadt hat eine gut erhaltene historische Altstadt mit Hunderten von Baudenkmälern. Zu sehen gibt es Bürgerhäuser, Befestigungsanlagen, Profanbauten, Kirchen, Türme und Tore aus längst vergangenen Zeiten. Besonders erwähnenswert ist die Hohe Schule, einst älteste Universität Bayerns mit ihrer Alten Anatomie, in der seinerzeit die medizinische Fakultät beherbergt war. Dort ließ die britische Schriftstellerin Mary Shelley die Hauptfigur in ihrem weltbekannten Roman „Frankenstein” studieren, auf dem nahe gelegenen Friedhof Leichen ausgraben und auf einem dunklen Dachboden heimlich ein hässliches Monster schaffen. Die schaurige Geschichte kennt jeder, doch die Wenigsten denken dabei an Ingolstadt.
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