Donnerstag, 28. Januar 2016

Wertingen

Wertingen liegt an der Zusam im Landkreis Dillingen. Das etwa 35 Kilometer nördlich von Deuringen gelegene Städtchen hat, schenkt man dem Bayerischen Landesamt für Statistik Glauben, genau 8888 Einwohner. Viele davon hausen in typisch schwäbischen Gebäuden, die gut erhalten sind, doch nichts von ihrer ursprünglichen Bausubstanz verloren haben.
Wertingen hat seit seiner Besiedlung durch die Kelten eine wechselhafte Geschichte hinter sich. Es kam 1122 in den Besitz Barbarossas, wurde 1388 im Städtekrieg zerstört, 1462 im Bayerischen Krieg niedergebrannt und 1646 im Dreißigjährigen Krieg gebranntschatzt. In Erinnerung an die Schlacht vom 8. Oktober 1805 und den Sieg Napoleons prangt sein Name am Arc de Triomphe in Paris. 1945, im Zweiten Weltkrieg, wurde Wertingen ausgebomt und anschließend besetzt. Seitdem herrscht Frieden. Die auffälligsten Zeugen aus alter Zeit sind das Schloss mit seinen Ursprüngen im 14. Jahrhundert, sehenswerte Kirchen und Häuser aus der Zeit vom 15. bis zum 19. Jahrhundert oder die Stadtmühle mit einer über 250-jährigen Geschichte.
Außer einigen Museen, Galerien oder kulturellen Veranstaltungen wie im vergangenen Jahr das Internationale Gitarrenfestival hat Wertingen auch drei kulinarische Spezialitäten anzubieten: Den Schübling, eine kräftig gewürzte, angeräucherte Wurst, die in ihrer Art nur in Wertingen und im Zusamtal hergestellt wird; den Wertinger Bischofskuchen, den man heute immer noch nach dem Originalrezept aus dem Jahr 1910 bäckt und - das darf natürlich nicht fehlen - das Wertinger Kellerbier, ein mehrfach prämiertes, hefetrübes Spezialbier von Schwanenbräu. Döner gibt's mittlerweile selbstverständlich auch. Und Tirami Su.
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1 Kommentar:

Magia da Inês hat gesagt…


Vi as fotos do album, muito típicas, muito lindas.

Bom fim de semana!
Beijinhos.
✿゚ه° ·.