Montag, 28. Dezember 2015

Ganze Gans

Es war ein Experiment. Noch nie hatte Nervenruh eine ganze Gans gebraten. Gut, Keulen in Rotweinsoße gab es schon mal. Doch das ganze Vieh am Stück landete noch nie zuvor im Backrohr. Nun, da acht Personen gesättigt werden sollten, bot sich die Gelegenheit. Nervenruh beschaffte sich eine stattliches Exemplar und füllte es mit Äpfeln, Zwiebeln und Beifuss, bevor er es verschnürte.
Die saftigste aller Gänse soll die mit Niedrigtemperatur gebratene sein. Also ließ Nervenruh das arme Tier über Nacht im Backrohr schmoren. Tatsächlich war am nächsten Tag der Braten durchgegart, was sich durch Stiche ins weiche Fleisch und der Farbe der austretenden Flüssigkeit leicht feststellen ließ. Vor dem Verzehr wurde die Temperatur richtig hochgedreht, damit die Gans knusprig werde.
Natürlich verliert eine Gans beim Braten sehr viel Fett, das in der Soße landet und unbedingt abgeschöpft werden sollte. Gut abgeschmeckt ist alleine die verbleibende Flüssigkeit schon eine Delikatesse. Das Fleisch mit der Soße, serviert mit Blaukraut, der bayerischen Variante des preußischen Rotkohls, und Kartoffelknödeln ergab ein sättigendes Festessen für acht Personen.
Es kostete zwar etwas Zeit, aber es war gar nicht schwer. Scheinbar hat es Allen gemundet, denn zurück blieb nur ein Haufen Knochen. Das Experiment scheint gelungen, auch wenn der Herd danach ziemlich übel verschmutzt war. 

Kommentare:

Krautl hat gesagt…

Wow !
Schaut richtig lecker aus, Nervenruh :-)

Da kriegt man richtig Appetit :-)

Claudia Erhard hat gesagt…

Das schaut nicht nur lecker aus - das war lecker!!! Mmmh :-)

Struwel-Lore hat gesagt…

Das hast du ja richtig gut hinbekommen !!
Freut mich dass die erste Gans gleich gut hinbekommen hast.
Sieht, sah auch lecker aus.
mach weiter so.. :)