Freitag, 18. September 2015

Lauingen

Lauingen liegt an der Donau am Rande der Schwäbischen Alb zwischen Ulm und Donauwörth im Landkreis Dillingen. Das gut zehntausend Einwohner zählende Städtchen hat eine lange, wechselhafte Geschichte. Römern diente der Ort als Brückenkopf zur Überquerung der Donau, Alemannen gründeten eine Ansiedlung, Staufer, Wittelsbacher, das Kloster Fulda, Herzogtümer, Pfalzgrafen und Kurfürsten wechselten die Besitzrechte. Im Dreißigjährigen Krieg hausten hier zweieinhalb Jahre lang schwedische Truppen. Im Dritten Reich war die Stadt Standort eines Außenlagers des KZ Dachau. Die Blütezeit Lauingens dürfte zwischen dem 15. und 16. Jahrhundert gelegen haben. Das auffälligste Gebäude ist der 1478 fertiggestellte Schimmelturm.
Am nördlichen Stadtrand steht eine der schönsten Moscheen Bayerns. Das von 1993 bis 1996 errichtete Bauwerk ist eine außerordentlich interessante Sehenswürdigkeit und spiegelt das gute Verhältnis zwischen den Einheimischen und ihren türkischen Mitbürgern wieder. Viele Gäste und Besuchergruppen aus ganz Deutschland besuchen die „Hicret Camii” (zu deutsch „Auswanderungsmoschee”), um deren eigenwillige Architektur, aber auch das kulturelle Leben kennen zu lernen. Im Inneren des Gebäudes befinden sich ein Gebetsraum, verschiedene Aufenthaltsräume, Waschräume, ein Cafe, Unterrichtsräume, eine Bibliothek und ein Verkaufsraum für Lebensmittel.
Im Ortsteil Faimingen befand sich in alter Zeit der größte römische Tempelbau nördlich der Alpen. Kaiser Caracalla dankte damit Gott Apollo Grannus für die Heilung seiner Leiden im Jahr 212. Die ab 1888 durchgeführten Grabungen legten nicht nur eine doppelte Säulenhalle, einen Podiumstempel mit Vorhalle und Rampe, sondern auch die Fundamente benachbarter Gebäude frei. Nachdem qualitätsvoll bearbeitete Werksteine in der Brenz gefunden worden waren und Spolien in der Kastellmauer entdeckt wurden, war es möglich, nach dem Grundriss des Heiligtums in seiner ganzen Ausdehnung auch den Aufriss zu rekonstruieren. 1987 wurde die Tempelanlage als Freilichtmuseum eröffnet.
>> Fotos

Kommentare:

Ein Dekoherzal in den Bergen hat gesagt…

mei wenn i mei FREINDINN bsuachn fahr,,,
muas i do ah mol vorbei schaun,,,,
hob no an feinen ABEND
BUSSALE bis bald de BIRGIT

Magia da Inês hat gesagt…

✿༽
Interessante reportagem com fotos bonitas.
Gostei mais da primeira foto.
Ótimo fim de semana!
Beijinhos.
✿✿ه✿✿ ܓ

Kath rin hat gesagt…

Interessant, Du bist aber auch immer viel unterwegs :)

lg kathrin

Syahransyah hat gesagt…

Visit here..thanks for share.