Dienstag, 1. September 2015

Frisch auf den Tisch

Wer behauptet, das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten schmecke auch nicht anders, als das aus dem Supermarktregal, leidet an chronischer Geschmacksverirrung. Es ist ein großer Unterschied, ob die Früchte einer Pflanze unter den Zwangsbedingungen der agrarindustriellen Massenproduktion hergestellt werden oder von einem Gärtner, der jedes seiner Gewächse im Einzelnen kennt, gleichsam als Individuen behandelt und fördert, mit ihnen lebt, sie hätschelt, pflegt und großzieht. Es ist nicht Profitgier, die ihn treibt, sondern die Freude am Leben.
Die Frische ist ein unschlagbares Argument. Beispiel: Eine eben erst gepflückte, am Strauch gereifte und sofort verspeiste Tomate ist frisch. Die käufliche ist Tage alt, auf Optik getrimmt, für bessere Transport- und Lagerfähigkeit präpariert und genormt. Das schmeckt man. Oder auch nicht.

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