Freitag, 24. Juli 2015

Zwischen Stadtbergen und Deuringen

Seit der Gemeindegebietsreform 1978 ist Deuringen ein Teil Stadtbergens. Trotzdem sind die beiden Orte bis heute nicht zusammengewachsen. Zwischen ihnen liegen etwa zwei Kilometer. Schnurstracks führt die Deuringer Straße mitten durch weitläufige Golfplätze und steigt dann steil an.
Der Parcours, das Herzstück ist ein 9-Loch-Golfplatz, entstand in der Zeit, als in Augsburg in mehreren Kasernen US-amerikanisches Militär stationiert war. Die Angehörigen der Streitkräfte gründeten diese Anlage, die nach dem Abzug der Besatzer und der Auflösung des Standortes im Jahr 1998 vom Golf Club Leitershofen übernommen wurde.
Kurz bevor es den Deuringer Berg hinauf geht, an der Bushaltestelle "Beim Ziegelstadel", zweigt links eine schmale Straße ab. Hier war lange - die erste urkundliche Erwähnung stammt bereits aus dem Jahr 1420 - eine Ziegelei in Betrieb. Davon ist nicht mehr viel übrig. Entgegen Protesten aus verschiedenen Richtungen wurde auf diesem und dem daneben liegenden Areal, das seit Jahrzehnten die Bogenschützen gepachtet hatten, vor kurzer Zeit das Therapiezentrum "Ziegelhof" des Bunten Kreises errichtet.
Weiter hinten liegt ein traditionsreicher Landgasthof, ebenfalls "Ziegelstadel" genannt, der Nachfolger einer 1766 eröffneten Waldschenke. Er besteht aus einer Gastwirtschaft mit zwei großen Biergärten, einem Hotel mit vierzig Betten, einem Festsaal, mehreren Tagungsräumen und einem Tanzpavillon, der auch hin und wieder für Live-Konzerte genutzt wird.
Wer die Straße meiden will, kann von hier aus weiter hinaus in die Westlichen Wälder oder einfach nur hinauf nach Deuringen radeln, reiten oder wandern. Das tut richtig gut.
Das Schönste zum Schluss: Gegenüber der Einfahrt zum Ziegelhof liegt ein romantischer Weiher, umgeben von schattenspendenden Bäumen, zum Teil verschilft und bevölkert von Enten. Er ist im Sommer wie eine wohltuende Oase zum Ausruhen, Erholen, Nachdenken, Lauschen und Beobachten. Früher wurden hier Fische für das Gasthaus gezüchtet. Vor kurzem soll sich hier ein Biber niedergelassen und mit dem Bau einer Burg begonnen haben.
Im Winter wird der zugefrorene Weiher von Schlittschuhläufern und Eishockeyspielern aufgesucht. Hier begann schon so manche Sportlerkarriere, die beim Augsburger EV ihre Fortsetzung fand.

Kommentare:

Magia da Inês hat gesagt…

ჱ˚° ·.

Fotos bonitas.
Ótimo fim de semana!!!
Beijinhos.♫° ·.
╰✿ه°

Sara Mary von Buelsdorf hat gesagt…

Nun hab' ich tagelang schon Deinen Blog offen stehen, kam aber nicht zum gründlichen Lesen, das ist wohl das Problem aller Blogger und ich mag keine Bla-Bla-Kommentare, wenn Du verstehst, was ich meine. Sehen und gesehen werden .... ich finde einen Kommentar nur dann angebracht, wenn man auch wirklich liest oder wenn man sich eben SEHR gut kennt, das gibts auch, viell. sogar aus dem realen Leben und dann darf man auch mal nur "Hallo, wie gehts" oder Ähnliches schreiben. Aber manche haben da halt andere Auffassungen. Ansonsten lese ich nur, schreibe aber wenig Kommentare.
Stadtbergen ist mir irgendwie noch ein Begriff, muß mal nachdenken ... aber Augsburg ... da war ich doch noch nie ...
Der Weiher ist wunderschön - so etwas mag ich sehr! Und die Biber - das ist ja eine richtige Sensation. Bei uns gibt es im weiteren Umkreis auch irgendwo Biber, aber noch sind sie selten hier.

So, jetzt habe ich es endlich einmal wieder geschafft. Aber seit meine 86.j. Mutter so schwer erkrankte, schaffe ich es meist gerade noch abends zur Entspannung mal zu bloggen und die Kommentare handhabe ich mal so und mal so, je nachdem, wie gerade Zeit ist. Meist schaffe ich nicht mehr als 3 - 5 Blogs pro Tag, wenn überhaupt.

Ich wünsch' Dir alles Liebe und hoffe, wir lesen uns bald wieder.
Sara