Montag, 13. Oktober 2014

Violau

Violau liegt etwa fünfundzwanzig Kilometer von Deuringen entfernt im Holzwinkel, dem nördlichen Teil des Naturparks Westliche Wälder. Das kleine Dorf gruppiert sich um die Wallfahrtskirche Sankt Michael, die ab 1617 auf den Fundamenten einer dreischiffigen romanischen Basilika von David und Georg Höbel sowie Jeremias Nägelin errichtet wurde. 1625 wurde der Turm angebaut, 1688 kam das Gnadenbild der Schmerzhaften Muttergottes in die Kirche. Das Johanneshaupt, eine Holzplastik aus der Spätgotik um 1500, ist das zweite Gnadenbild und zeigt auf einer versilberten Holzschale das Haupt Johannes des Täufers. Der Geißelheiland, eine um 1750 von Johann Michael Fischer erschaffene Skulptur gilt als drittes Violauer Gnadenbild. Zwischen 1660 und 1760 entstand die reiche Innenausstattung. Stuckarbeiten von Franz Xaver Feichtmayr d. Ä. und Fresken von Johann Georg Dieffenbrunner prägen das Raumbild. Nach der Säkularisation im Jahr 1804 sollte das Bauwerk verkauft und zum Abbruch freigegeben werden, doch die Bürger der Orte Violau, Unterschöneberg und Neumünster erwarben die Kirche und erhielten somit den künstlerisch sehr bedeutsamen Bau. Hinter der Wallfahrtskirche führt ein Rosenkranzweg mit fünfzehn Stationen, 1987 vom Bildhauer Siegfried Moroder aus Mooreiche geschnitzt, auf eine kleine Anhöhe mit einer Kapelle. Hinter der Kirche liegt der Friedhof. Der Klöppel der Totenglocke wird von Spinnweben umgarnt. 
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1 Kommentar:

Magia da Inês hat gesagt…

✿✿彡。°
Ótimo dia com tudo de bom!
Beijinhos.
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