Freitag, 18. Juli 2014

Juli

Da bekommt Nervenruh große Augen. Das Zeug schießt aus dem Boden, du kriegst die Tür nicht mehr zu. 
Nehmen wir nur mal das Gewächshaus. Da, wo vor nicht allzu langer Zeit vereinzelte Pflänzchen verloren herumstanden, befindet sich nun ein Dschungel. Die Tür bleibt offen. Bald sind die Dachluken dran. 
Im Freien wird viel geerntet. Zum Beispiel Schwarze Johannisbeeren. Jetzt, in ihrem optimalen Reifestadium, sind sie frisch gepflückt und sofort verzehrt eine willkommene Nascherei, die seinesgleichen sucht. Die Schalen sind zart und dünn. Sie platzen fast. Der Säuregehalt ist niedrig und der typische Geschmack perfekt. 
Rote Rüben hätte Nervenruh erst gar nicht gepflanzt. Wer sie schon mal verarbeitet hat, weiß warum. Aber egal. Original Deuringer Rote Rüben gibt's bestimmt nirgendwo zu kaufen und sind eine Sache für sich. Das Kochen und Schälen übernimmt Nervenruh's Wunschkandidatin. 
Jeder merkt, dass Schnecken Kraut lieben. Die ausladenden Blätter bieten Schutz vor Trockenheit, der Kohlkopf schmeckt. An einem guten Platz wächst das Kraut so schnell, dass selbst die Schleimer nicht mehr Schritt halten können. So bleibt auch für Nervenruh etwas übrig. Das milde, junge Kraut ist am Besten roh. Aber auch Krautsalat in allen Variationen wird folgen und Wickel warten schon. 
Seit Wochen gibt es massenhaft Zucchini. Was die zwei Pflanzen produzieren, spottet jeder Beschreibung. Gut, dass die Kolben vielseitig verwendbar sind.
Paprika und Peperoni wachsen nicht so massig, aber gut. So schmecken sie auch. Die grünen, roten und gelben Schoten sind nicht zu verwechseln mit denen aus der Massenproduktion.

1 Kommentar:

Merci hat gesagt…

Man freut sich, wen man einen eigenen Garten hat. Da gibt es noch echte und feine Biokost. Die Arbeit hat man bei der Ernte vergessen und der Geschmack ist einmalig.

Herzliche Grüße aus dem Norden!