Sonntag, 23. März 2014

Der März

„Der schönste Monat für das Herz ist und bleibt der Monat März,” sagt der Volksmund und der hat bekanntlich immer recht. Die Temperaturen werden milder, die Natur erwacht, die Zugvögel kehren zurück und die ersten Blumen blühen. Bei den alten Römern war der März der erste Monat des Jahres. Sie benannten ihn nach ihrem Kriegsgott Mars und zogen nach dem Ende des Winters aufs Schlachtfeld hinaus, um die große weite Welt zu erobern. Gottseidank sind diese Zeiten längst vorbei.
Nervenruh hat mit Schlachtfeldern nichts am Hut. Er wandert über die Fluren und besucht seinen Garten. „Wenn wieder wärmende Sonnenstrahlen sanft über die Haut streicheln, der Himmel wie blank poliert wirkt und die Luft frisch und süß duftet, dann möchte man die ganze Welt umarmen vor Glück,” schrieb Bettina Plickert vor einigen Jahren und sprach ihm damit aus der Seele. Wer die Augen offen hält, kann die ersten Zeichen des Frühlings leicht erkennen.
Heuer verwöhnte uns der März mit viel Sonne und wenig Regen. Fast kontinuierlich trieb der Wettergott die Quecksilbersäule des Thermometers in die Höhe, bis vor wenigen Tagen Temperaturen von über zwanzig Grad erreicht wurden. Gestern war der erste richtige Regentag des Monats, zuvor wurden an lediglich fünf Tagen geringe Niederschlagsmengen registriert.
Am 20. März herrschte Tag- und Nachtgleiche. Er war der astronomische Frühlingsanfang und gleichzeitig der bislang wärmste Tag des Jahres. „Wie das Wetter zu Frühlingsanfang, ist es den ganzen Sommer lang,” behauptet eine alte Bauernregel und wir hoffen inständigst, dass sie sich bewahrheiten wird.
Phänologisch teilt sich der Frühling in Mitteleuropa in drei Phasen. Er bewegt sich im Bergland langsam die Hänge hinauf, wobei er an den Südhängen früher als an den Nordhängen ist. Nach dieser Einteilung ist der Vorfrühling, dessen deutliches und typisches Zeichen das Stäuben der Haselnusskätzchen ist, bereits vorbei. Wir befinden uns schon in der zweiten Phase, dem Erstfrühling, der vom Blühbeginn der Forsythie und dem Laubaustrieb der Stachelbeere bis zum Blühbeginn der Birnbäume reicht. Erst danach beginnt mit der Flieder- und Apfelblüte der Vollfrühling.
Jetzt, acht Tage vor dem Ende des Monats, zeigt sich der März von seiner hässlicheren Seite. Die Höchsttemperatur wird heute wohl nicht mehr über die läppischen vier Grad, die es im Moment hat, steigen. Es regnet zeitweise in Strömen und wäre auch keine Überraschung, wenn es abends oder in der Nacht zu Schneefällen käme. In Oberstdorf liegen bereits fünf Zentimeter, auf dem Hohenpeißenberg zwölf. Am Rand der Bayerischen Alpen auf einer Höhe von 1500 Metern fielen seit gestern sogar bis zu fünfzig.
Der März kennt keine Regeln. Meistens leitet er irgendwie den Frühling ein, aber man kann sich nicht darauf verlassen. Sein Motto heißt „Vielleicht”. 
(Zitat eines Unbekannten)

Kommentare:

Magia da Inês hat gesagt…

°º♫♬° ·.
A primavera é a estação mais linda do ano... o planeta veste sua roupa de gala, as flores perfumadas.

░B░O░M

░D░O░M░I░N░G░O !!!
✿⊱°•
Beijinhos.
Brasil.
。♪♫♫°•.¸

Stadtpflanze hat gesagt…

Dieser März war wirklich ganz besonders schön.

Das letzte Foto finde ich übrigens ganz besonders gut gelungen. :)

Claudl_78 hat gesagt…

Da freut es mich, daß ich in diesem wunderbaren Monat geboren bin :-)