Sonntag, 24. November 2013

Die rote Decke

Bis ins späte Mittelalter hinein wob jeder seine Decke selbst. Die Wolle war teuer genug, einen Weber konnte sich kaum einer leisten. Erst in der frühen Neuzeit entwickelte sich so etwas wie eine richtige Produktion. Doch schon damals lebten bereits seit tausenden von Jahren Hauskatzen unter den Dächern der Menschen. Es ist anzunehmen, dass sie auch auf ihren Decken lagen.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde es möglich, Decken günstig und in großen Mengen herzustellen. Nicht nur Menschen, sondern auch Katzen erkannten sehr schnell den Komfort, den eine kuschelige Decke bietet und ließen sich darauf nieder. Dort wird gedöst, geräkelt, geschnurrt und geschlafen. Auch die Krallen kommen bisweilen zum Einsatz. Doch gute Decken sind haltbar und robust. Man sieht es. Zwischen den beiden oben abgebildeten Fotos von Felix liegen zehn Jahre. Die rote Decke war immer dabei.

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