Samstag, 17. August 2013

Zoologischer Garten Augsburg

Der Zoologische Garten Augsburg ist immer einen Besuch wert. Auf 22 Hektar Land nördlich des Siebentischwaldes, dem Augsburger Trinkwasserschutzgebiet, leben etwa 300 Arten von Tieren aus aller Welt. Mit mehr als 500.000 Besuchern pro Jahr ist er die meistbesuchte kulturelle Einrichtung Schwabens.
Die heutige Anlage wurde 1937 als „Park der deutschen Tierwelt“ eröffnet. Am Ende des Zweiten Weltkriegs bot sie ein Bild der Zerstörung. Alliierte Bombenangriffe hatten bis 1945 den Tiergarten zerstört. Jahre danach, als das Gelände allmählich wieder begehbar wurde, fand eine Umfrage statt. Die Bürger Augsburgs bekundeten ihr Interesse an exotischen Tieren. So bereicherten nach und nach Tierarten aus aller Welt den Bestand.
Anno 1978 kam Dr. Michael Gorgas - ein Glücksfall für Augsburg. Gorgas war bis 2002 Zoodirektor. In dieser Zeit wurden mehrere Tierhäuser gebaut, die den Zoo immer noch kennzeichnen, wie zum Beispiel das Afrika-Panorama, Löwen- und Tigerhaus oder die Vogel-Tropenhalle.
Bereits vor über 1200 Jahren, also lange Zeit vor der Gründung des Tiergartens, sammelte Augsburg erste zoologische Erfahrungen. Die Stadt erhielt damals einen indischen Elefanten namens Abul Abbas. Er war ein Geschenk des Kalifen Harun al Raschid an Kaiser Karl den Großen. Der Elefant legte den Weg von Aachen nach Augsburg zu Fuß zurück. Wie das Tier nach Aachen kam, weiß niemand. Man schrieb das Jahr 802.
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1 Kommentar:

Susanne hat gesagt…

So "schön" und interessant es für manchen Menschen sein mag, mal ein exotisches Tier von Nahem zu sehen, so schlimm und kritisch ist die Situation für die Tiere (und auch für die Menschen!) zu betrachten! Ich finde es immer unerträglicher mit anzusehen (im TV ist das möglich) wie stolze Wildtiere in Zoos durch Stahlgitteranlagen laufen müssen und von den Menschen dirigiert werden. Menschen sind im Umgang mit Tieren zudem überwiegend sehr unsensibel und unempathisch ja sogar oftmals sehr respektlos - auch und gerade die Tierpfleger und -ärzte etc. Man sieht das auch oft im TV, wie wenig Wert größtenteils darauf gelegt wird, gestresste Tiere erstmal zu beruhigen und überhaupt mal mit ihnen in Kontakt zu treten, bevor man weiter einfach mit ihnen "umgeht" und sie behandelt als wären sie Wesen ohne Gefühle und Erfahrungen. Der Mensch/diese Menschen machen sich kaum bewusst, was die menschliche Umgebung (z.B. Tierarzt) für ein Stress bedeuten kann für ein Wildtier. Auch ist den Tieren in Gefangenschaft mehr als langweilig! Befassen sich Wildtiere in der Natur Tag ein Tag aus mit der Nahrungsbeschaffung, sind sie in den Zoos zur Untätigkeit verdammt, bzw. auf die ausgedachten Spielchen der Tierpfleger 1 Mal am Tag angewiesen. Hinzu kommt noch, dass die Tiere oftmals nicht artgerecht ernährt werden (Brot und Tee wird auch in Zoos verfüttert) und viel zu wenig Platz und Auslauf haben. Dann noch die ganzen Behandlungen die Menschen meinen den Tieren zukommen lassen zu müssen: Impfungen, Sterilisationen, wiegen, messen, Verpaarungen etc.-alles (oftmals würdelose) Einmischungen des Menschen in ein Tierleben – auch entscheiden diese Menschen wann sie raus dürfen und wann nicht. Die Tiere zahlen einen hohen Preis dafür, dass Menschen meinen, sich Tiere im Zoo ansehen zu müssen. So nett und schön ein Zoobesuch mit der Familie oberflächlich betrachtet auch sein mag--für die Würde und das Leben der Tiere ist er nicht gut! Oder würden wir Menschen es mögen, wenn ein uns überlegenes "Superlebewesen" über unser Leben bestimmt und uns derartig benutzt und ausnutzt wie wir Menschen es derzeit mit den Tieren tun? Nur weil wir es tun können, haben wir noch lange nicht das Recht dazu! Wir zahlen für unseren Umgang mit den Tieren auch einen hohen Preis, nämlich den,
dass wir die wirkliche Würde, Weisheit und Eigenständigkeit der Tiere nicht mehr spüren und erleben, und respektieren können

...und das wir uns schuldig machen, indem wir den Tieren dieses unfreie und manipulierte Leben aufzwingen, aber das spüren die meisten Menschen schon nicht mehr!