Mittwoch, 21. August 2013

Nachts im Garten

Der Mond scheint still und leise. Der Himmel ist düster. Die Pflanzen sind schwarz. Nervenruh besucht seinen Garten oft während der Dunkelheit.
Psst! Die Graciosa schläft. Die Kletterrose hat große Fortschritte gemacht. Tagsüber, besonders im Sonnenschein, verbreitet die weiße Schönheit ihren betörenden Duft. Nun, in einer Zeit, in der der Sommer seinem Ende zuneigt, stellt man die Zugabe von Kompost ein. Ansonsten würde sie immer weiter neue Triebe bilden und danach bei den ersten starken Frösten erfrieren. Ihr Holz soll reifen, um nach dem Winter neu auszutreiben. 
Mit Eulenaugen und Taschenlampe: Ein Blick auf die Blüte einer Sterndahlie. Sie braucht Düngergaben bis ihre Knollen nach dem ersten Frost ausgegraben werden. Ihre Speicherorgane sollen gut gefüllt sein, wenn sie den Winter über eingewickelt in Zeitungspapier im Keller lagern.
Was ist das denn? Sonnenblumen hatten es heuer schwer. Kälte, Sturm und Hagel setzten ihnen immer wieder zu. So erreichten sie bislang lediglich eine Höhe von weniger als zwei Metern. Doch es sieht so aus, als ob sie noch blühen werden.
Und dann die Gladiolen. An einem geschützten Platz überlebten ihre Zwiebeln mittlerweile mehrere Winter. Auch bei Nacht sehen sie richtig edel aus.

Keine Kommentare: