Samstag, 13. Juli 2013

Glück gehabt

Wir erinnern uns: Der 27. Juni war regnerisch und kühl. Es war zum Verzweifeln. Der Winter zuvor zeigte sich hartnäckig, zäh und lang. Der Frühling stieg mit seinem linken Fuß aus dem Bett, ließ Dauerregen und Hochwasser folgen, prügelte uns ein paar Tage mit Extremhitze, schickte kurz danach einen zerstörerischen Tornado und warf Nässe und Kälte hinterher. Ausgerechnet am Siebenschläfertag! Der Sommer war gestrichen. Pessimisten erwarteten sieben Wochen Sauwetter. 
Optimisten dagegen setzten von vornherein auf den Julianischen Kalender. Er wurde im 16. Jahrhundert schrittweise durch den gregorianischen ersetzt, doch die alten Bauernregeln behielten natürlich ihre Gültigkeit. Was früher der 27. Juni war, ist heute eben der 7. Juli. Und da zeigte sich das Wetter sommerlich. Seitdem verweilt ein Azorenhoch über den britischen Inseln. Es gibt sonnige Tage, lauwarme Nächte, kurze Ärmel und Glühwürmchen. Die Wetterlage hat sich stabilisiert.

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