Dienstag, 27. November 2012

Vom Stempflesee zum Hochablass

Alte Augsburger wie Nervenruh kennen den Stempflesee seit ihrer Kindheit. Wir hatten damals keine Ahnung davon, dass er ein künstlich angelegtes Gewässer ist. Wir fütterten Eichhörnchen, Wasservögel und Fische. Wir spielten im Wald. Mehr interessierte uns nicht.
Die Eichhörnchen sind inzwischen verschwunden. Früher fraßen sie den Ausflüglern aus der Hand. Doch immer öfter geschah es, dass die putzigen Tierchen zubissen, so dass das Füttern untersagt und die Nager in den Wald vertrieben wurden.

Der Stempflesee liegt am Rand des Trinkwasserschutzgebietes im Augsburger Stadtwald. Das Füttern der Tiere ist unerwünscht. Trotzdem scheint es immer noch die Hauptbeschäftigung vieler Besucher zu sein, den verbliebenen Enten, Gänsen und Fischen beutelweise Brotkrumen vorzuwerfen.
Südlich des Stempflesees erstreckt sich über knapp 700 Hektar der Siebentischwald. Das Naherholungsgebiet wird zum Großteil vom Augsburger Stadtwald und einem im 19. Jahrhundert angelegten Landschaftspark bedeckt.
Bayerns größter zusammenhängender Auwald genießt einen hohen regionalen Stellenwert im Bereich Naturschutz. Lech, Brunnenbach, Reichskanal und Lochbach durchströmen das Gebiet.
Ein Spaziergang vom Ufer des Stempflesees nach Osten führt durch den Wald zum Hochablass. Der Lechanstich existiert seit dem 14. Jahrhundert. Das Stauwehr zweigt Wasser vom Lech ab, speist die Augsburger Altstadt und die Kanustrecke der Olympischen Sommerspiele 1972.
Seit 1912 ist der Hochablass eine massive Konstruktion aus Stahlbeton. Dort stürzt der Lech auf 145 Metern Länge fast sechs Meter in die Tiefe.
Im Wesentlichen wurde die heute denkmalgeschützte Anlage mit Fußgängersteg, Getriebehäuschen und Glockenturm von Otto Holzer errichtet, der in Augsburg auch das Maria-Theresia-Gymnasium, den Eschenhof, das Hochfeld und den Neubau des Weberhauses gestaltete.

Kommentare:

Magia da Inês hat gesagt…

É um lugar bonito.
Bonitas fotos.

Boa quarta-feira com tudo de bom!!!!
¸.•°✿⊱╮

Werner Müller hat gesagt…

Kenn ich alles. Jeden Baum. Damals jede Ente mit Namen. Der Sieben-Stichwald war unser Hauptrevier. Morgens um acht mit dem Fahrrad raus und abends verkratzt und verschunden nachhause. Lange, lange ist es her. Aber trotzdem war es schön. Dortmols!

Gruss kelni@web.de

Gif click hat gesagt…

Lieb grüss aus Belgie
Blogs Louisette

Louisette hat gesagt…

✿⊱╮Shoëne fotos und blog