Freitag, 26. Oktober 2012

Wellenburg

Am letzten Goldenen Oktobertag des Jahres bot sich nochmals die Gelegenheit für einen Spaziergang in der wohltuenden Herbstsonne. Es ging nach Wellenburg, das etwa fünf Kilometer südlich von Deuringen liegt. Mittelpunkt ist ein Schloss, das auf einem bewaldeten Hügel steht. Die Geschichte des mehrmals zerstörten und immer wieder aufgebauten Gebäudes begann bereits vor dem 13. Jahrhundert. Zeitweise hausten dort Raubritter, die mit Vorliebe für Augsburg bestimmte Kaufmannszüge überfielen. Seit 1595 befindet sich das Schloss im Besitz der Familie Fugger-Babenhausen. Es ist der Öffentlichkeit nicht zugänglich.
Unterhalb der Wellenburg befindet sich die Schlossgaststätte, in deren Biergarten den ganzen Sommer über reges Treiben herrscht. Nun stehen die Tische und Stühle verwaist im eingezäunten Terrain. Auch der Minigolfplatz gegenüber ist bereits geschlossen. Folgt man der Straße nach Bergheim, zweigen rechts die Wanderwege in die Westlichen Wälder ab, links liegt hauptsächlich landwirtschaftlich genutztes Gebiet.
Auf der anderen Seite, am Beginn der Wellenburger Allee, führt der Weg in den Weiler Radegundis. Nach weniger als einem Kilometer liegt links eine erstmals 1422 erwähnte Kapelle. Einer alten Legende nach wurde hier Sankt Radegundis, seinerzeit Dienstmagd auf Schloss Wellenburg, auf dem Weg zur Pflege von Kranken im nahen Siechenkobel von hungrigen Wölfen angefallen und zerfetzt. Leider war die Kapelle versperrt, so dass es unmöglich war, einen Blick auf die 1521 gefertigten Holzschnitte, die die Geschichte der Heiligen Radegundis anschaulich darstellen, zu werfen.
Die Wellenburger Allee steht seit 1975 unter Naturschutz und gilt als eine der prägnantesten Lindenalleen im bayerisch-schwäbischen Raum. Sie beginnt an der Wertachbrücke in Göggingen und führt bis zum Fuggerschloss. Die ersten Bäume wurden 1840 gepflanzt, von 1880 bis 1920 erfolgten weitere Neuanpflanzungen. Heute säumen etwa 350 Linden die knapp drei Kilometer lange, schnurgerade Straße. Etliche Gedenksteine und Kreuze am Wegesrand erinnern an einige der unzähligen Verkehrsopfer, die die Allee bislang forderte.
Kurz vor der Abzweigung nach Leitershofen breiten sich rechts Wiesen und um diese Jahreszeit brachliegende, von einer einzigartigen Hecke flanierte Äcker aus. Links liegt der Hollerhof. Dort schnattert eine lebhafte Schar weißer Gänse. Dahinter lassen sich in einem Freigehege lebende Rehe beobachten.
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Kommentare:

Magia da Inês hat gesagt…

°º♫♫
Lindo passeio com belas fotos.
Bom fim de semana
com tudo de bom:
saúde, paz e muitas alegrias. Beijinhos do Brasil
º✿♫° ·.

anneminkizıyim hat gesagt…

Hayirli Bayramlar canim, harika bir sonbahar sabahindan selamlar, sevgiler.....

Joey hat gesagt…

Was für eine schöner Ausflug mit tollen Fotos und dazu dieser historische Hintergrund. Danke

Magia da Inês hat gesagt…

Tenha um lindo dia!
Ótima quinta-feira!
Beijinhos.
Brasil
¸.•°`♥✿⊱╮