Montag, 23. Januar 2012

Die Talentschmiede

Eindrucksvoll zeigte sich am vergangenen Wochenende, dem 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga 2011/12, der Wert der vom TSV 1860 München ausgebildeten Spieler. Im einzelnen:
Borussia Mönchengladbach - Bayern München: Die Fohlen hatten den Österreicher Martin Stranzl in ihren Reihen, der seinerzeit als 16-jähriger vom SV Güssing zu den 60ern wechselte und dort zum Profi wurde. Der FC Bayern hatte keine Chance.
VfL Wolfsburg - 1. FC Köln: Ebenfalls im Alter von 16 Jahren stieß Marcel Schäfer von Viktoria Aschaffenburg zum TSV 1860 und erlangte dort Bundesligatauglichkeit. Klar, dass der VfL, für den der achtmalige Nationalspieler seit 2007 tätig ist, das Spiel für sich entscheiden konnte.
Hamburger SV - Borussia Dortmund: Bereits als Fünfjähriger kam Moritz Leitner vom FC Unterföhring zu den Löwen, die er Ende 2010 als Vollprofi verließ. Sven Bender war dreizehn, als er von der SpVgg Unterhaching in die 60er-Schule eintrat. Beide absolvierten für die Blauen ihre ersten Ligaspiele und stehen mittlerweile beim Deutschen Meister unter Vertrag. Die logische Konsequenz: Ein hoher Sieg gegen den HSV.
Bayer Leverkusen - Mainz 05: Lars Bender wechselte seinerzeit mit seinem Zwillingsbruder Sven zu 1860, wo er ebenfalls zum Bundesligaprofi reifte. Er erzielte den entscheidenden Treffer gegen Mainz.
TSG Hoffenheim - Hannover 96: Peniel Mlapa war acht Jahre alt, als er den FC Unterföhring verließ und seine Stiefel für die Sechzger schnürte. Dort entwickelte er sich zum Berufsfußballer, bevor er 2010 nach Hoffenheim ging. Mlapa wurde vorzeitig ausgewechselt, das Spiel endete 0:0.
SC Freiburg - FC Augsburg: Stefan Reisinger und Simon Jentzsch absolvierten zwar mehrere Spiele für den TSV 1860, kommen aber nicht aus der Talentschmiede der Löwen. Sie waren bereits vorher Profis. Anders Daniel Baier, der im Alter von 15 Jahren begann, die 60er-Schule vom Jugend- bis zum Bundesligaspieler zu durchlaufen. Im Spiel gegen Freiburg nahm ihn der Augsburger Trainer in der zweiten Halbzeit vom Platz, was sich für ihn bitter rächen sollte. Nach dem Wechselfehler von Jos Luhukay verlor der FCA in den Schlussminuten 0:1.
In den restlichen drei Begegnungen stand kein vom TSV 1860 München ausgebildeter Spieler auf dem Platz.