Sonntag, 15. Januar 2012

Big Mac

Der Big Mac ist ein Sinnbild für ungesunde Ernährung, Globalisierung und Amerikanisierung. Die doppelstöckigen Hamburger von McDonald's sind durch strenge Franchise-Verträge fast überall auf der Welt gleich, werden mit den gleichen zehn Zutaten hergestellt und haben den gleichen Geschmack. Nur die Preise unterscheiden sich international. So dient der Big Mac auch als einfacher Indikator für die Kaufkraft einer Währung, da es ihn fast überall auf der Welt in standardisierter Größe, Zusammensetzung und Qualität gibt. Im Jahr 1986 wurde von der Redakteurin Pam Woodall in der britischen Wochenzeitschrift The Economist erstmals der Big-Mac-Index veröffentlicht. Der BMI - nicht zu verwechseln mit dem Body-Mass-Index - sagt nicht etwa aus, wie viele der Burger im letzten Monat von potenziell Übergewichtigen verschlungen wurden, er gibt auch keine Auskunft über die Zusammensetzung von Fett, Eiweiß oder Kohlenhydraten des Produktes der weltweit umsatzstärksten Fastfood-Kette, sondern erklärt die Währungsschwankungen rund um den Globus. Misst man die Preisunterschiede im Vergleich zum Dollar, kann man eine Über- oder Unterbewertung der jeweiligen Währung feststellen. Der Hintergedanke dieser Theorie liegt darin, dass ein bestimmter Warenkorb, in diesem Fall ein Big Mac, irgendwann in allen Gegenden der Welt den gleichen Preis erzielt. Der Index wird oft von Anhängern der Fundamentalanalyse genutzt, die mit seiner Hilfe den nächsten Ein- oder Ausstieg im Devisenhandel suchen. Der aktuelle Big-Mac-Index:
„Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann.“

Kommentare:

rrhase hat gesagt…

Sie schmecken nicht ueberall gleich. Ich habe von meinen vielen Reisen in jedem Land, in dem es MD gab, fuer einen Freund eine dieser Papierunterlagen mitgebracht. 30 Laender vielleicht. Vielleicht auch mehr. In jedem Land habe ich einen Big Mac gegessen. In China war er total versalzen, in anderen Laendern total fade. Das galt auch fuer andere MD Produkte

Gruss RR

Merci hat gesagt…

Ich esse so ein Zeug nicht! Alle diese Länder haben landestypische Speisen, die sehr viel besser schmecken und meistens auch noch preiswerter sind.

Du hast recht, Geld kann man nicht essen! Das wird so mancher noch früh genug merken.

Kathrin hat gesagt…

Sehr interessant, womit man alles die Kaufkraft alles messen kann.

lg kathrin