Mittwoch, 23. November 2011

Hühnersuppe

Schon im alten Ägypten war die Hühnersuppe als Mittel gegen Erkältungskrankheiten bekannt. Mittlerweile hat die Wissenschaft herausgefunden, dass Hühnersuppe im Organismus bestimmte weiße Blutkörperchen, die sogenannten Neutrophile, blockiert. Diese sind für die Entzündungsprozesse im Körper mitverantwortlich. Besonders bei Virusinfektionen wie Grippe werden Neutrophile in großen Mengen freigesetzt. Der im gekochten Huhn enthaltene Eiweißstoff Cystein wirkt dazu entzündungshemmend und abschwellend auf die Schleimhäute. Zusätzlich steckt im Brustfleisch des Huhns besonders viel Zink. Das Spurenelement ist wichtig für die Stärkung des Immunsystems. Außerdem enthält das Huhn die Aminosäure Histidin, das beim langsamen Kochen freigesetzt wird und dafür sorgt, dass der menschliche Körper das Zink besser aufnehmen kann. Die Hühnersuppe kann die Herstellung eines Hormons verhindern, das für verengte Gefäße und damit für Bluthochdruck verantwortlich ist. Sie wirkt blutdrucksenkend. Außerdem unterstützt der Fettanteil im Huhn den Alkoholabbau und hilft so gegen den Kater. Die heilende Wirkung entfaltet sich nicht bei Tüten- oder Dosensuppen. Was also liegt näher, als sich in der beginnenden kalten Jahreszeit solch ein gesundes Süppchen selbst zuzubereiten?
Hühnersuppen werden auf der ganzen Welt gekocht. Die Kochrezepte sind so vielfältig wie ihre Verbreitungsgebiete. In Nervenruh's Kochbuch „Die besten Rezepte vom Megakoch“ steht bereits die algerische Variante mit Zutaten wie Kichererbsen, Safran, Ras-el-Hanout, Zimt und Zitrone. Es gibt aber auch Rezepte mit Lorbeerblättern, Thymian, Weißwein und Knoblauch (aus Frankreich), mit Reis, Karotten und Kreuzkümmel (Brasilien), mit Essig und Mandeln (Bulgarien), mit Ingwer, Reiswein, Frühlingszwiebeln, Sojasoße und Sesamöl (China) oder mit Ei, Limonensaft und Chili (Peru). Nervenruh favorisiert in Zeiten der Influenza das alte, von Uroma überlieferte Rezept aus der Region. Dazu benötigt man lediglich ein Suppenhuhn, Gemüse und etwas Salz. Das Huhn kommt als ganzes mit dem geputzten und zerkleinerten Gemüse in einen Topf und wird mit kaltem Wasser so weit aufgegossen, bis es knapp bedeckt ist. Dann wird die Suppe sehr langsam aufgekocht. Wird das Huhn zu schnell erhitzt, gerinnt das Eiweiß im Fleisch und die gesundheitsfördernde Wirkung geht verloren. Sobald das Wasser kocht, die Temperatur dosieren und bei kleiner Flamme mindestens neunzig Minuten ziehen lassen. Die schaumartigen Trübstoffe regelmäßig abschöpfen. Zum Schluss das Huhn zerkleinern und die Knochen entfernen, mit Salz abschmecken und nach Geschmack mit Petersilie bestreuen. Wer bereits an Grippe erkrankt ist, sollte die heiße Suppe besser schlürfen, da dies die Entschleimung unterstützt.
Nervenruh wünscht allen Gesunden und Kranken einen Guten Appetit!
>> Rezept

Kommentare:

On The 7 hat gesagt…

nice info gan

Kathrin hat gesagt…

Ich koche auch immer Hühnersuppe bei einer Erkältung, aber auch so ist diese Suppe lecker.

lg kathrin

Magia da Inês hat gesagt…

Obrigada pelas informações sobre a canja de galinha.
É sempre deliciosa!... mesmo quando não estamos com gripe.
Bom fim de semana!
Beijinhos.


º°♥❤
❤ Brasil
º°❤

Susanne hat gesagt…

Susanne könnte ja was dazu sagen...

Mary hat gesagt…

schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch einen positiven Effekt..gesünder als jede Medizin...

ΦΩΤΗΣ ΜΠΑΖΑΚΑΣ hat gesagt…

Hello. I wish you a nice, super weekend. Keep smile and come again. http://fotisbazakas.blogspot.com