Heuer ist zwar alles weiß, doch oft feiern wir Weihnachten nicht mit „Leise rieselt der Schnee“, sondern eher mit „Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“. Meteorologen kramen in Statistiken, bemühen den Hundertjährigen Kalender oder studieren die Bauernregeln. Mal abgesehen von der Zugspitze sind weiße Weihnachten in Deutschland längst nicht jedes Jahr üblich. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hat seine Jahrbücher gewälzt und herausgefunden, dass selbst im relativ hoch gelegenen München nur jedes zweite Jahr an mindestens einem der drei Weihnachtstage Schnee lag. In den vergangenen 45 Jahren gab es hier exakt 25 Mal weiße Weihnacht. Schlechter sind die Berliner dran. Hier lag in diesem Zeitraum nur 20 Mal Schnee. In Leipzig waren es nur 12 Mal, in Hamburg gab es 19 Mal weiße Weihnachten. Am schlechtesten kommt in dieser Beziehung das Rheinland weg.Samstag, 25. Dezember 2010
Weiße Weihnacht
Heuer ist zwar alles weiß, doch oft feiern wir Weihnachten nicht mit „Leise rieselt der Schnee“, sondern eher mit „Es grünt so grün wenn Spaniens Blüten blühen“. Meteorologen kramen in Statistiken, bemühen den Hundertjährigen Kalender oder studieren die Bauernregeln. Mal abgesehen von der Zugspitze sind weiße Weihnachten in Deutschland längst nicht jedes Jahr üblich. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach hat seine Jahrbücher gewälzt und herausgefunden, dass selbst im relativ hoch gelegenen München nur jedes zweite Jahr an mindestens einem der drei Weihnachtstage Schnee lag. In den vergangenen 45 Jahren gab es hier exakt 25 Mal weiße Weihnacht. Schlechter sind die Berliner dran. Hier lag in diesem Zeitraum nur 20 Mal Schnee. In Leipzig waren es nur 12 Mal, in Hamburg gab es 19 Mal weiße Weihnachten. Am schlechtesten kommt in dieser Beziehung das Rheinland weg.Samstag, 18. Dezember 2010
Insolvenz
Die am 19. Januar 1924 gegründete SpVgg Weiden musste den Spielbetrieb der Regionalligamannschaft, der anderen Fußballmannschaften und auch alle übrigen Geschäftsaktivitäten Ende November einstellen. Alle Vertragsspieler und Angestellten des Vereins wurden freigestellt und bekamen damit die Möglichkeit, unverzüglich Leistungen von der Agentur für Arbeit zu beziehen. Um den Spiel- und Vereinsbetrieb bis zum Ende der Saison fortsetzen zu können, wäre im günstigsten Fall ein sechsstelliger Betrag erforderlich gewesen. Der dreimalige Bezirksmeister (1934, 1940, 1941), zweifache Meister der Bayernliga (1965, 2009), sechsfache Landesligameister (1954, 1964, 1985, 1988, 1995, 2006), dreifache oberpfälzer Pokalsieger (1996, 1997, 2009) und bayrische Totopokalsieger (2009) steht somit als erster Absteiger aus der Regionalliga-Süd fest. Alle Vorrundenspiele werden so behandelt, als ob es die SpVgg Weiden nie gegeben hätte.Bei der 2009 vom Hauptverein ausgegliederten Fußballabteilung des SSV Ulm 1846 wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens in zwei Wochen erwartet. Dem württembergischen Rekordpokalsieger gelang seinerzeit unter Trainer Ralf Rangnick der direkte Durchmarsch von der Regionalliga bis in die erste Bundesliga. Nach nur einer Saison (1999/2000) in der höchsten deutschen Spielklasse folgte in den Jahren danach der Absturz in die Viertklassigkeit. Nun fehlen 576000 Euro. Voraussichtlich darf die Mannschaft die Saison zu Ende spielen, wird aber unabhängig vom sportlichen Abschneiden in die Oberliga Baden-Württemberg absteigen.
Wer wird der Nächste sein? Weitere Pleitekandidaten sind zum Beispiel Rot-Weiß Ahlen, Union Solingen, Tennis Borussia Berlin, SSV Reutlingen, VfR Neuss, Lüneburger SK, Bonner SC, Victoria Köln, Preußen Hameln, Eintracht Bad Kreuznach oder die SpVgg Unterhaching. Auch beim TSV 1860 München scheinen langsam die Lichter auszugehen. Bis zum 14. Januar muss der Klub bei der Deutschen Fußball-Liga die Liquidität nachweisen. Es geht um 5,3 Millionen Euro. „Wir haben unsere Zukunft über einen langen Zeitraum verfrühstückt“, sagte Vizepräsident Schneider. Immerhin wurden die Mietpflanzen in der Geschäftsstelle abbestellt. Ersparnis: 15000 Euro.
Die Großen fressen die Kleinen auf. Sollte es so weitergehen und denkt man diese Entwicklung zu Ende, wird eines Tages der FC Bayern gegen – na, wen wohl – den FC Bayern II seine Fußballspiele austragen. Viele werden sich dafür wohl nicht mehr interessieren.
Sonntag, 12. Dezember 2010
Es wird scho glei dumpa
Dieses Lied stammt aus dem Brixental in Tirol. Auf preußisch übersetzt lautet der Titel „Es wird schon gleich dunkel“. Der Verfasser war Anton Reidinger. Er wurde am 29. April 1839 im oberösterreichischen Krenglbach geboren und starb am 24. Dezember 1912 in Obernberg am Inn. Sein bekanntestes Werk „Kripplgsangl und Kripplspiel“, eine Sammlung von elf Theaterstücken, erschien 1880. „Es wird scho glei dumpa“ entstand um 1900, wurde aber erst 1913 nach dem Tod Reidingers in der Sammlung „Echte Tiroler Lieder“ von Franz Friedrich Kohl und Josef Reiter veröffentlicht. Dort erschien es in einem vierstimmigen Satz mit Begleitung von Klarinette, Geige, Cello, Flöte und Bass. Ein Vermerk dazu sagt, dass das Lied, das Vorspiel und die Instrumentalbegeleitung vom Sternsinger Eduard Strobl aus Hopfgarten übernommen wurden. 1918 verwendete der von 1854 bis 1939 lebende Volksliedforscher Viktor Zack die Melodie für sein Buch „Alte Krippen- und Hirtenlieder“. Nervenruh spielt eine Bearbeitung für Gitarresolospiel von Franz Holz, erschienen in der Edition Dux, München. Das Notenheft kostete vor etwa 40 Jahren 3,55 Mark. Trotz technischem Fortschritts in Notensatz und Druck ist der Preis bis heute nicht gesunken, sondern – ganz im Gegenteil - auf 8 Euro gestiegen.
Samstag, 4. Dezember 2010
Barbarazweige
Dieses alte Brauchtum begründet sich in einer Legende. Danach soll die Heilige Barbara in Nikomedia, dem heutigen Izmit, gelebt haben. Weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben aufzugeben, wurde sie am 4. Dezember 306 misshandelt, gefoltert und letztendlich eigenhändig von ihrem Vater geköpft. An Weihnachten öffneten sich auf ihrem Grab Blüten.Zum Andenken schneiden wir heute Barbarazweige. Beliebt sind Kirsche, Forsythie, Hasel, Weide oder Schlehe. Aber auch Pflaume, Mandel oder Ginster sowie viele andere Sorten eignen sich. Je besser und schöner die Knospen an Weihnachten aufblühen, desto mehr Glück verspricht das kommende Jahr. Das zumindest behauptet der diesem Brauch zugrunde liegende Aberglaube.
Und so leicht kann selbst jeder Pechvogel seinem Glück etwas auf die Sprünge helfen: Die geschnittenen Zweige lang anschneiden oder platt hämmern, in eine Vase stecken und über Nacht in warmes Wasser stellen. Einige Tage erst in ein kühles, jedoch frostfreies Zimmer geben und danach in einen warmen, aber nicht überhitzten Raum. Nicht austrocknen lassen. Das Ganze gelingt nur, wenn die Pflanzenteile vorher einige Fröste abbekommen haben, was heuer bereits ausreichend geschehen ist.
Mittwoch, 1. Dezember 2010
Bauernregel
Die Bauernregel für heute: Ist Ägidius ein kalter Wintertag, die Kälte vier Monate dauern mag.




