Samstag, 4. Dezember 2010

Barbarazweige

Dieses alte Brauchtum begründet sich in einer Legende. Danach soll die Heilige Barbara in Nikomedia, dem heutigen Izmit, gelebt haben. Weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben aufzugeben, wurde sie am 4. Dezember 306 misshandelt, gefoltert und letztendlich eigenhändig von ihrem Vater geköpft. An Weihnachten öffneten sich auf ihrem Grab Blüten.
Zum Andenken schneiden wir heute Barbarazweige. Beliebt sind Kirsche, Forsythie, Hasel, Weide oder Schlehe. Aber auch Pflaume, Mandel oder Ginster sowie viele andere Sorten eignen sich. Je besser und schöner die Knospen an Weihnachten aufblühen, desto mehr Glück verspricht das kommende Jahr. Das zumindest behauptet der diesem Brauch zugrunde liegende Aberglaube.
Und so leicht kann selbst jeder Pechvogel seinem Glück etwas auf die Sprünge helfen: Die geschnittenen Zweige lang anschneiden oder platt hämmern, in eine Vase stecken und über Nacht in warmes Wasser stellen. Einige Tage erst in ein kühles, jedoch frostfreies Zimmer geben und danach in einen warmen, aber nicht überhitzten Raum. Nicht austrocknen lassen. Das Ganze gelingt nur, wenn die Pflanzenteile vorher einige Fröste abbekommen haben, was heuer bereits ausreichend geschehen ist.

Kommentare:

Kathrin hat gesagt…

Übrigens ist die Heilige Barbara auch die Schutzpatronin der Bergleute. Ihr zu Ehren ist deren Uniform mit genau 29 Knöpfen (entsprechend der Lebensjahre der Heiligen Barbara)verziert.

lg kathrin

gangsta hat gesagt…

Ja toll das ich hier was zur Barbara lese. Da hätte ich als Bergmann ja selbst dran denken können..tsts..
Einen schönen 2. Advent noch....

Gartentante hat gesagt…

Hey, vielen Dank für die vielen Lobstriche und viele schöne blühende Barbarazweige! ;-)