Mittwoch, 12. Mai 2010

Ein Tag im Mai

Der Wonnemonat ist eine schöne Zeit im Garten. Die Pflanzenwelt lebt auf. Das milde Klima und das warme Regenwasser treibt das Grün aus dem Boden. Täglich können die Veränderungen deutlich wahrgenommen werden. Die Stare beschäftigen sich mit ihren Jungen, Frösche hüpfen durch’s Gras, Igel durchstöbern das Dickicht nach Schnecken. Alles kreucht und fleucht. Kater Felix streift ruhelos und aufgeregt durch die Gegend.
Gestern gab es vormittags Nieselregen. Nachmittags riss die Wolkendecke auf. Die Sonne bescherte knapp über 20°C im Schatten. Gegen Abend wurde die Luft etwas drückend. Düstere Wolken zogen auf. Dann, nach einer kurzen Ruhe vor dem Sturm, brach mit mächtigem Getöse ein Gewitter aus. Büsche und Bäume wurden wild durchgeschüttelt. Am Himmel flimmerten und zuckten unaufhörlich Blitze wie eine virtuos gespielte Lichtorgel. Es schüttete aus vollen Eimern, so dass der Boden kaum noch nachkam, das warme Wasser aufzunehmen. Dazu ein ohrenbetäubender Lärm, der zu dem Gedanken verleitete, sämtliche Donnergötter der Welt hätten ein hemmungslos zuschlagendes, riesiges Paukenorchester rings um den Garten gruppiert.
Das beeindruckende Schauspiel dauerte etwa eine Stunde. Danach drehte das Wetter in nordöstlicher Richtung ab.
Aus dem gut vierzig Kilometer entfernten Donauwörth wurde von einigen überfluteten Kellern berichtet.

1 Kommentar:

merci hat gesagt…

Wir hatten auch in der Nacht so ein Gewitter und es hat mächtig geregnet. Dafür war heute ein angenehmer Tag mit milden Temperaturen.
Ich wünsche einen schönen Vatertag!