Montag, 8. Februar 2010

糖醋里肌

Gleich am Anfang ein Geständnis: Ich kann chinesisch weder schreiben noch sprechen. Es ist aber ziemlich einfach, die entsprechenden Schriftzeichen für „Schweinefleisch süß-sauer“ herauszufinden. Diese Bezeichnung trägt das wohl europäischste Gericht aus dem Reich der Mitte. Sowohl für den Koch als auch für den Genießer ist es der ideale Einstieg in die asiatische Geschmackswelt. Dreigeteilt gestaltet sich die Zubereitung recht übersichtlich.
Das Fleisch: Für vier Personen reichen etwa 350 Gramm, die in mundgerechte Happen zerteilt werden. Ein Stück von der Lende ist optimal, muss aber nicht sein. Nachdem es gründlich mit Salz und Pfeffer eingerieben wurde, wendet man es in einer verquirlten Mischung aus Wasser, Kartoffelmehl und Eigelb. In heißem Öl wird alles goldbraun angebraten. Dann nimmt man das Fleisch mit einem Löffel aus der Pfanne und lässt es auf einem Kreppapier abtropfen, wo es bis zur Fertigstellung der beiden nächsten Teile liegen bleibt.Das Gemüse: Sorten und Gewichtsangaben können oft stark variieren, so dass die folgenden Angaben lediglich zur Orientierung dienen können. Ich nahm heute je eine grüne und eine rote Paprikaschote, Bambussprossen und chinesisches Mischgemüse aus dem Glas, einen Bund Lauchzwiebeln sowie eine kleine Dose Ananasstücke. Die Paprika werden in Würfel geschnitten, die Lauchzwiebeln in Ringe, die Bambussprossen und das Mischgemüse lässt man in einem Sieb abtropfen. Der Saft aus der Ananasdose wird zurückgehalten, da er später noch benötigt wird. Zunächst werden Paprika, Bambus, Mischgemüse und Ananasstücke angebraten, später kommen die Lauchzwiebeln dazu.

Die Soße: Sie besteht aus Ananassaft, Essig, Sojasoße, Zucker, Sesamöl, Tomatenketchup und Kartoffelmehl. Diese Zutaten werden kalt miteinander verrührt. Abschmecken empfiehlt sich, um eine feine Balance zwischen süß und sauer zu finden. Die Flüssigkeit wird zum Gemüse gegeben und mitgekocht.
Zum Abschluss wird das vorbereitete Schweinefleisch noch kurz fritiert oder in einer Pfanne knusprig gebraten und anschließend sofort mit dem Gemüse serviert. Als Beilagen empfehlen sich chinesische Nudeln oder Reis.
>> Rezept

Kommentare:

medic / scribbler hat gesagt…

Hmmmm! All thes pictures are making me hungry.. :D

merci hat gesagt…

Das Gericht mag ich auch sehr gerne und ich werde Dein Rezept einmal nachkochen. Wie ich ja schon weiß, sind Deine Rezepte immer sehr köstlich.