Sonntag, 17. Januar 2010

Winter im Zoo

Viele Tiere sind nicht zu sehen. Sie halten Winterschlaf oder sind an unzugänglichen Stellen versteckt. Wenig Publikum schlendert zwischen den oft leeren Gehegen. Trotzdem lohnt es sich auch im Januar, dem Zoo einen Besuch abzustatten. Es herrscht eine friedliche Atmosphäre und eine angenehme Ruhe. Der Pfau pickt suchend entlang der Wege ins Eis, die Robben toben unbeeindruckt von der Kälte im frostigen Nass, die Pinguine fühlen sich wie zu Hause, der Tiger streift ruhelos durch sein Gehege. In den beheizten Häusern kreischen exotische Vögel, klettern Reptilien durchs Geäst, lassen sich Erdmännchen die Strahlen der Wärmelampen auf den Pelz brennen, dämmern gesättigte Schlangen und giftgrüne Frösche vor sich hin. Die Steinböcke und Gemsen klettern auf einen verschneiten Hügel, der Pandabär beobachtet durch sein Guckloch im Baumhaus die Welt, der neugierig glotzende Emu stackst durch den tiefen Schnee. Insgesamt machen die Tiere einen ausgeruhten Eindruck. Die geringe Besucherfrequenz im Winter scheint ihnen gut zu tun. Faulenzen und Fressen ist die bevorzugte Freizeitbeschäftigung in dieser Jahreszeit. Nervenruh wird fast neidisch, während er die Giraffen, Elefanten, Krokodile, Zebras und Leoparden beobachtet. Doch als er in die traurigen Augen der Schimpansen blickt, wird ihm klar, was Freiheit bedeutet.
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Kommentare:

KennyT hat gesagt…

I LOVE ELEPHANTS!!!! I think they are very sacred animals!

merci hat gesagt…

Eine tolle Aufnahme! Ganz ehrlich, ich wüßte gar nicht wo hier bei uns ein Zoo ist. Ich werde mich mal schlau machen.