Die Mäuse haben das Winterfutter, das eigentlich für die Singvögel vorgesehen war, vollständig aufgefressen. In den leeren Beutel verschleppten sie alles, was halbwegs transportabel schien: Strohhalme, Schrauben, Laub, Kronkorken, Zigarettenstummel, ein Stückchen Schnur und sogar eine Zeckenzange. Die Tierchen haben sich wirklich angestrengt. Es muss mühsam gewesen sein. Während Nervenruh noch über das Werk der Nager staunte, vernahm er plötzlich direkt hinter sich zwischen Saatgut und Dünger ganz klar und deutlich das Geknabber einer Maus. Wie sie sich Zugang zu diesem verschlossenen Abteil verschafft hatte, wird wohl für immer ein Rätsel bleiben. Beim Herausnehmen des Beutels mit Rasensaat schreckte das Tier auf, sprang ein paar Schritte zur Seite und blieb dann regungslos wie zu einer Statue erstarrt stehen. Als Nervenruh anfing das Fach auszuräumen, verschwand die Maus so flink, dass ihr kein Auge folgen konnte. Plötzlich kauerte sie auf einem Stützbalken unterhalb des Hüttendaches in einer düsteren Ecke und beobachtete mit ihren Knopfaugen jede Bewegung. Sie ließ sich bereitwillig mustern und fotografieren, doch als Nervenruh eine Mausefalle auf den Balken stellte, stürzte sich das putzige Fellknäuel senkrecht in die Tiefe und ist seitdem spurlos verschwunden.
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