Donnerstag, 1. Oktober 2009

o2 gegen Deuringen

Im Wald südlich von Deuringen, wenige Meter neben Tennisplatz und Sportgelände und in unmittelbarer Nähe zu den Wohngebieten will der Telekommunikationsanbieter o2 einen gigantischen Funkmast errichten. Die Deuringer Bürger wehren sich seit Jahren gegen dieses Vorhaben, was auch in einer Unterschriftenaktion zum Ausdruck kam. Es geht nicht nur um die Verschandelung der Landschaft, sondern auch um die Strahlenbelastung, die sich durch diesen Mast im ganzen Ort markant erhöhen wird. Keiner außer o2 will dieses Monstrum. Die Gesetzgebung der Bundesregierung und der Bayerischen Staatsregierung ist zugunsten des Betreibers ausgelegt. Wenn es um Geschäftemacherei und Geld geht, spielen die Bürger eine untergeordnete Rolle. Selbst auf Alternativlösungen geht o2 nicht ein. Unbeweglich, starr und stur hält der Mobilfunkanbieter an seiner Zwangsversorgung fest. Mit dem Hinweis auf die Vorgänge in Geltendorf, das in ähnliche Streitereien mit o2 verwickelt war und nun die Antenne auf einem privaten Grundstück mitten im Ort aushalten muss, werden die Einwohner Deuringens unter Druck gesetzt. „Wir lassen uns nicht noch einmal ein Jahr lang vertrösten,“ drohte o2-Vertreter Wilhelm Kielmann.
Im Stadtberger Rathaus wird über die Pläne des Mobilfunkbetreibers entschieden. Es wurde die Höhe des Funkmastes an seinem geplanten Standort simuliert. Der Bauhof hatte eine Vorrichtung gebaut, die mit der Drehleiter der Feuerwehr die geforderte Höhe erreichte. So konnte sich jeder Einwohner ein Bild davon machen, wie weit dieses strahlende Monster zu sehen sein würde.
In Deuringen wird sich wohl kaum jemand finden, der sich vor den Karren von o2 spannen lässt. Die Bürger werden Widerstand leisten.

1 Kommentar:

rrhase hat gesagt…

Haben denn auch alle Dorfbewohner ihre O2 Vertraege schon gekuendigt?

Gruss