Samstag, 3. Oktober 2009

Deuringer Herbst

Schönstes Oktoberwetter mit Sonnenschein und milden Temperaturen über 15°C lockte Nervenruh in den Garten. Nachdem die letzten Sonnenblumen und Topinambur verblüht sind, gehörten sie von den Beeten abgeräumt. Dann ging es ans Ernten. Die letzten Buschbohnen wurden gezupft und das Blattwerk entfernt. Dann waren die Gelben Rüben an der Reihe. Sie werden oft auch als Karotten oder Möhren bezeichnet, doch in Schwaben werden sie „Gelbe Riabla“ genannt. Beim Ernten stellte Nervenruh schnell fest, dass Wühlmäuse die größten Exemplare bereits angeknabbert hatten. Trotzdem blieb noch genügend für ihn übrig. Der Korianderbusch ist am Ende. Grünes ist an ihm nicht mehr zu finden. Aber die Körner sind reif und leicht zu ernten. Mangold wächst und wächst und wächst. Die Strünke haben eine einmalig bitter-süße Note. Die Topinamburknollen sind noch hell und fein mit einem dezent nussigen Geschmack. Dagegen sind die Zwiebeln extrem fest. Bereits beim Schneiden fällt der Unterschied zu üblicher Handelsware deutlich auf. Der Stangensellerie betäubt schon beim Ernten mit seinem Geruch. Die Kartoffeln sind noch nicht abgelagert und überzeugen allein mit ihrer Farbe. Und dann auch noch die Kräuter...
Im Laufe der Stunden reifte der Plan, einen Gemüseeintopf zu kochen. Nervenruh erntete mehr und mehr. In der Küche angekommen, breitete er seine Zutaten auf dem Tisch aus: Gelbe Rüben, Zwiebeln, Buschbohnen, Topinamburknollen, Kartoffeln, Stangensellerie, Zuckermais, ein Peperoni, eine große Tomate und Mangold. Dazu noch jede Menge Kräuter: Petersilie, Thymian, Rosmarin, Oregano, Kerbel, Pimpinelle, Basilikum, Korianderkörner, Schnittlauch, Bohnenkraut und jeweils ein Blättchen Salbei, Minze sowie Melisse. Nachdem Alles geputzt, zerkleinert und gekocht war, stand ein leckeres, deftiges Menü auf dem Tisch. Nur das Salz kam nicht aus Nervenruh’s Garten.

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