Montag, 13. Juli 2009

Tollwood Sommerfestival

Gestern war der letzte Tag des 21. Tollwood Sommerfestivals, das seit 1988 im Olympiapark München stattfindet und jährlich innerhalb von drei bis vier Wochen knapp eine Million Besucher anlockt. Der Eintritt ist frei. Nur für die Veranstaltungen im Theaterzelt oder in der Musik-Arena muss extra bezahlt werden. Aus diesen Einnahmen, den Standmieten und Sponsorengeldern finanziert sich die Veranstaltung. Es gibt keine öffentlichen Zuschüsse, weder von der Stadt München, dem Regierungsbezirk Oberbayern noch vom Freistaat.
Zuerst erschien alles recht unübersichtlich. Der größte Teil der etwa 30.000 Quadratmeter großen gentechnikfreien Zone war von Ständen und Zelten besetzt: Kunsthandwerk, Kleidung, Lebensmittel - alles angeblich fair gehandelt und biozertifiziert. Auch die internationale Gastronomie war stark vertreten. Egal, ob asiatisch, orientalisch, afrikanisch, indisch, urbayrisch oder sonstwas: Hier fand bestimmt jeder Gaumen sein Schmankerl. Für durstige Seelen floss jede Menge Bier, Holunderlimonade oder was das Herz begehrte. Hochprozentiges gab es an den zahlreichen Bars. Die Preise entsprachen den Münchener Verhältnissen. Wer zwischendurch dem Trubel entkommen wollte, fand im Zengarten eine Oase der Ruhe.
Das kulturelle Angebot war so reichhaltig, dass man gar nicht die Möglichkeit hatte, alles zu sehen. Es reichte von verschiedenen Workshops, Meditation, Capoeira, Schuhplattler und anderen Tänzen, Artistik, Kabarett sowie einem Klaviererzähler bis hin zu verschiedenen musikalischen Darbietungen wie zum Beispiel Flamenco von Locos Por La Rumba, Musik aus Kamerun von Abakuya oder Salsa mit Wawanco.
Das nächste Tollwood-Kulturfestival findet im kommenden Winter vom 25. November bis zum 31. Dezember auf der Theresienwiese in München statt.
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