Samstag, 27. Juni 2009

Johannisfeuer

Im Mittelalter war das Entzünden von Sonnwendfeuern ein weit verbreiteter Brauch. Tänze wurden aufgeführt und ein kühner Sprung über das Feuer versprach baldige Heirat und Schutz vor Hexen und bösen Geistern. Angekohltes Holz wurde in die Erde der Äcker und Felder gesteckt, um sie fruchtbar zu machen und vor Schädlingen und Missernten zu schützen. Ab dem 12. Jahrhundert versuchte die Kirche, das Sonnwendfeuer durch das Johannisfeuer zu ersetzen. Der 24. Juni ist der Geburtstag Johannes des Täufers und liegt exakt sechs Monate vor dem Heiligen Abend. Es war ein wichtiger Festtag. Im Laufe der Zeit jedoch wurden die Johannisfeuer von sogenannten Herz-Jesu-Feuern verdrängt.
In Deuringen pflegt der Obst- und Gartenbauverein seit Jahren den alten Brauch des Johannisfeuers. Es wird immer zum Wochenende nach dem 24. Juni entzündet. Sogar Petrus spielt mit und stoppt den Regen für einen schönen Abend am Feuer.

Keine Kommentare: