Montag, 4. Mai 2009

Geschichten vom Herrn K.

Früher waren die Zeiten auch nicht rosig, doch als die Herr-K.-Geschichten erstmals öffentlich erschienen, dachte niemand daran, sie zu zensieren. Das geschah aus hinlänglich bekannten Gründen erst 1933. Bis zum Ende des nationalsozialistischen Regimes waren die literarischen Werke Bertold Brechts in Deutschland verboten.
Herr K. heißt eigentlich Herr Keuner. Bert Brecht war Augsburger und sprach den hiesigen Dialekt. „Keuner“ bedeutet in Hochdeutsch „Keiner“. Es sind 121 solcher Geschichten bekannt. Die erste entstand 1926. Zu Lebzeiten Brechts wurden die letzten dieser Werke 1948 veröffentlicht. Im Jahr 2000 wurden im Kanton Zürich fünfzehn weitere bislang unbekannte „Geschichten vom Herrn K.“ entdeckt, die der Suhrkamp-Verlag mit vierundzwanzig bereits bekannten Schriften unter dem Titel „Geschichten vom Herrn Keuner – Zürcher Fassung“ unzensiert und in voller Länge öffentlich vermarkten darf. Wirklich lesenswert!
Das Foto zeigt die Brecht-Statue im Haus der Gewerkschaften in Augsburg.

Keine Kommentare: