Mittwoch, 1. April 2009

Bauernregeln

Nach Missernten starben früher unzählige Menschen und Tiere an Hunger, Mangelerscheinungen, Krankheiten und Epidemien. Deshalb verfolgten ganz besonders die Bauern Wetter, Wolken, Wind und Nebel sehr genau. Die Beobachtungen wurden in Form von Merksprüchen über Jahrhunderte weitergereicht. 1505 erschienen die Bauernregeln erstmals in gedruckter Form als Buch.
Will man diesen Sprüchen Glauben schenken, bestimmen die letzten drei Märztage das Wetter der kommenden drei Jahreszeiten. Die Bauernregel für den 29. März lautet: „Wie der Eustas, so der Frühling.“ Es war trüb und regnerisch, wenngleich die Temperaturen allmählich aus dem Keller stiegen. Stimmt die Bauernregel, haben wir wohl nicht das sonnigste Frühjahr zu erwarten. „Wie der Quirin, so der Sommer,“ hieß es am 30. März. Morgens war der Himmel zwar noch etwas trüb, doch dann brach die Sonne durch und strahlte, bis sie im Westen versank. Das gibt Anlass zur Hoffnung auf einen schönen Sommer und man wünscht sich, die alten Bauernregeln mögen recht behalten.
Am 31. März war es meistens ziemlich trüb, doch es blieb den ganzen Tag trocken. Der Wind war ein laues Lüftchen, hin und wieder hellte der Himmel kurzzeitig auf. „Wie der Achaz, so der Herbst,“ besagt die alte Bauernregel für diesen Tag.
Heute sollte man wohl besser nicht allzu viel anstellen. „Säen am 1. April, verdirbt den Bauern mit Stumpf und Stiel“ oder „Den 1. April mußt überstehn, dann kann dir manch Gut`s geschehn“ heißt es. Also: Augen zu und durch!

Kommentare:

KennyT hat gesagt…

Beautiful photos

merci hat gesagt…

Danke für die schöne Aufklärung. Wenn das stimmt, dann haben wir hier oben im Norden einen schönen Frühling, einen traumhaften Sommer und einen goldenen Herbst. Das Wetter war nämlich die letzten Tage im März sehr schön und sonnig hier.