Mittwoch, 28. Januar 2009

Supercat

Während Felix verträumt den Vögeln hinterherschaut, treiben die Mäuse fröhliche Urstände im Gartenhaus. Nachdem ich mehrere Tage nicht mehr nachgesehen hatte, entdeckte ich heute wieder einmal eine Maus in der Falle. Es war die dritte in diesem Winter. Ihre hinterlassenen Spuren zeigten, dass sie durch ein kleines Loch in den abgetrennten Nebenraum gelangt war. Dort zerfledderte sie meinen Strohbesen. Sie zwängte sich durch ein weiteres Loch, das andere Mäuse schon vor Jahren in ihrer Not in die Türe zum Innenraum gebissen hatten. Dort verging sie sich am Trockenfutter, das eigentlich für Felix bereit stand und verstreute es auf dem Boden. Dann knabberte sie einen Sack an, in dem sich ein Strohballen befand. Auf eine mir unerklärliche Art und Weise erreichte sie auch das Vogelfutter, das abgeschlossen in einem ehemaligen Kaninchenstall stand, und labte sich daran. Irgendwann lief sie dann an einem Stützbalken entlang, auf dem die Falle stand, die zuverlässig arbeitete, die Räuberin erledigte und nicht vom Vogelfangen träumte. Supercat schlug zu.
Im Freien war wieder einmal ein Meisenring spurlos verschwunden. Ich hatte ihn mit Bast, der nun abgerissen und zerfleddert im Wind wedelte, an einem dornigen Ast in etwa zwei Metern Höhe festgebunden. Ich denke nicht, dass ihn ein Eichhörnchen mitgenommen hat. Für meinen verträumten Vogelfänger hing der Ring zu hoch. Eher vermute ich, dass eine Krähe oder eine Elster hinter dem Diebstahl steckt.
Es gab auch Erfreuliches zu sehen: Endlich haben die Meisen ihr Vogelhäuschen richtig gut angenommen. Sobald es wärmer wird, werde ich mich im Gewächshaus verstecken, um ein schönes Foto von den bunten Vögeln zu schießen.
Obwohl der Boden im Garten steinhart gefroren und spiegelglatt war, treiben im leicht beheizten Gewächshaus am Pfirsichbäumchen, das dort in einem großen Blumentopf steht, weiterhin die Knospen aus. Auch der inzwischen drei Jahre alte Rosmarinstrauch steht dort eingepflanzt in der Erde. Im saftigen Grün bildet er an den Stängeln kleine Knöpfe, die bei weiterem guten Verlauf im Frühling, bevor der Strauch wieder ausgepflanzt wird, Blüten tragen werden.
Als ich nach Hause kam, räkelte sich Felix auf der warmen Fensterbank über der Heizung.

Kommentare:

weichei hat gesagt…

Oooch, die armen Mäuse!

MONONOKE KITCHEN hat gesagt…

Thank you for visiting me. I like the way your blog looks, I would like to follow it!

CAT4DOGS Hundeerziehung NRW hat gesagt…

Ja, ja.... das kommt mir sehr bekannt vor. Meine kleine Luzi (der Schrecken der Straße) ist ganz genau so. Schmunzel... Gruß Cathrin
http://www.cat4dogs.de