Freitag, 31. Dezember 2004

Gartentagebuch 2004 - Das 4. Quartal

1. Oktober: Die Zugvögel haben unsere Gegend bereits in Scharen Richtung Süden verlassen und die Nüsse fallen vom Baum. Es herrscht richtig ungemütliches, nasses Herbstwetter.
2. Oktober: Der Haselnußbohrer hat mich verschont, nahezu alle Nüsse sind gut. Tagsüber war es heute trocken bei 16°, nachts hatte es 9°. Obwohl schon einiges verwelkt, ist mein Garten noch ziemlich bunt. Ich habe Nüsse gesammelt und Äpfel, Rosmarin, einen Kopf Blaukraut und Tomaten geerntet.
3. Oktober: Ein schöner, sonniger Herbsttag. Ich sammelte wieder Haselnüsse und erntete den letzten Zuckermais und das restliche Basilikum. Der Salbei fängt nochmals zu blühen an. Hinter meinem frisch angelegten Kompost haben sich schon wieder Wühlmäuse eingerichtet. Zum Glück kontrolliert Felix täglich die Lage. Der Winterlauch mußte vom Unkraut befreit und angehäufelt werden. Außerdem rupfte ich viele Ringelblumen, da sie sonst den Feldsalat überwuchert hätten.
5. Oktober: Bei Sonnenschein und Temperaturen über 20° war es ein richtiger Tag zum Faulenzen. Herrlich!
10. Oktober: Inzwischen sind die sonnigen Tage längst vorbei. Es ist naßkalt. Das Thermometer stieg heute nur auf 11°.
11. Oktober: Haselnüsse, Tomaten, Peperoni, Zucchini und sogar noch eine kleine Gurke (!) waren heute meine Ausbeute.
12. Oktober: An einem grauen und ziemlich kalten (4°) Tag erntete ich einen Eimer voll Diabetikerkartoffeln (Topinambur) und entfernte die bereits abgestorbenen Pflanzenteile.
13. Oktober: Langsam bereite ich meinen Garten auf den Winter vor. Ich habe die Wasserfässer ausgeleert und Hecken und Büsche nachgeschnitten.
14. Oktober: Vergangene Nacht sank das Thermometer auf 0°. Nachmittags verzog sich endlich der Hochnebel und die Sonne kam mal wieder durch. Der Rasen wurde nochmals gemäht, das Laub gerecht, die Gartenschaukel demontiert und Traubenhyazinthen eingesetzt.
15. Oktober: Heute wurden einige Tulpenzwiebeln eingesetzt: Golden Apeldoorn, Roter und Gelber Kaiser und verschiedene rote Sorten.
21. Oktober: Der Föhnwind hat uns angenehme Temperaturen bis zu 20° beschert. Unter anderem habe ich die Gladiolenzwiebeln ausgegraben und Kaiserkronen-, Hyazinthen- und Narzissenzwiebeln eingesetzt.
23. Oktober: Sommerblumen, die sich selbst ausgesät haben, würden jetzt erneut wachsen. Ich habe damit begonnen, die Beete umzugraben. Dabei bin ich auf einige fette Gelage mit Schneckeneiern gestoßen.
28. Oktober: "Schneid das Kraut, bevor es Juda klaut", lautet eine alte Bauernregel für den heutigen Tag. Also habe ich den letzten Kopf Blaukraut geerntet.
4. November: Es herrschen trübe und graue Herbsttage. Die Temperaturen liegen um 10°.
8. November: Inzwischen hat es nur noch zwischen 0° und 5°. Ich habe die restlichen Zwiebeln abgehängt, Rosmarin und Syrischen Majoran in ihr Winterquartier umgesetzt und nochmals Tulpenzwiebeln eingegraben.
9. November: Heute gab es den ersten Schnee. Das Thermometer stand tagsüber immer bei 0°.
11. November: Der erste Frost kam nachts mit -3° und hat die letzten bunten Blüten der Sommerblumen verschwinden lassen. Die Kapuzinerkresse hängt am Zaun, als wäre sie aus Gummi.
15. November: Nachts hat es bis auf -7° abgekühlt. Teilweise ist der Boden hart gefroren.
16. November: Heute habe ich den Heizstrahler eingeweiht - da läßt es sich schon eine Weile aushalten. Ein junger Igel stöberte durch den Garten. Schade, daß ich keinen Fotoapparat dabei hatte.
21. November: Es gab Sonnenschein bei Temperaturen um 0°. Die letzten Tage waren ziemlich windig, so daß die Bäume fast ihr ganzes Laub verloren haben. Im Gewächshaus riecht es würzig nach Rosmarin und Syrischem Majoran.
26. November: Aus der Hecke wurden Tannenzweige geschnitten, um einen Adventskranz zu basteln.
3. Dezember: Die Temperaturen bewegen sich zwischen +3° und -5°. Ich habe heute nochmals viel Laub zusammengerecht.
5. Dezember: Da ich gestern den Barbaratag verpasst habe, wurden meine Zweige erst heute geschnitten: Haselnuß, Forsythie, Ranunkel, Zwetschge, Apfel und Kirsche.
15. Dezember: Bei überwiegend sonnigem Wetter schwankten die Temperaturen zwischen -2° und -5°. Ich habe drei Stangen Winterlauch aus dem hart gefrorenen Boden geerntet.
19. Dezember: Vergangene Nacht fing es an zu schneien. Bis heute Mittag lag bereits eine etwa 15 cm dicke Schneedecke. Ohne Pause tanzen die Flocken weiterhin vom Himmel herab. Herrlich!
21. Dezember: Zum Winteranfang lag eine geschlossene Schneedecke. Nachts kühlte es bis auf -14° ab.
24. Dezember: Ausgerechnet pünktlich zum Heiligen Abend ist der ganze Schnee wieder abgeschmolzen. Die Tiefsttemperatur lag bei +5°. Ich mußte das Hüttendach etwas reparieren, da der stürmische Wind einige Teile gelockert hatte.
27. Dezember: Kaum waren die Weihnachtsfeiertage vorbei, kehrte der Winter mit viel Schnee zurück.
31. Dezember: Das war's. Auf ein Neues!

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