Freitag, 2. Januar 2009

Baugebiet Deuringen-Nord

Die Erschließung der Grundstücke ist längst abgeschlossen. Fünf Häuser sind bereits fast fertig. So wird es mit den Bautätigkeiten, der Versiegelung des Erdbodens und der Zerstörung der Natur auch in diesem Jahr munter weitergehen. Der Lebensraum der Krähe oben im Bild wird bald verschwunden sein. Der Mensch nimmt sich einfach alles. Und was dann?
Zugegeben, die Krähe gehört nicht zu den besten Sängern unserer Vogelwelt und liegt in der Beliebtheitsskala nicht gerade auf den vorderen Plätzen. Das mag zum einen an ihrem Aussehen liegen, zum anderen an ihrer Gewohnheit, Getreidekörner aufzulesen und Früchte zu stehlen. Auch das Plündern von Singvogelnestern während der Brutzeit macht sie nicht beliebter. Nach Aussagen von Vogelkundlern deckt die Krähe jedoch weniger als ein Prozent ihres Nahrungsbedarfs aus Jungvögeln. Sie ist ein Allesfresser und ernährt sich hauptsächlich von Insekten, Weichtieren (z.B. Schnecken), Früchten, Abfällen und Aas. Ab und zu erwischt sie auch eine Maus oder andere kleine Wirbeltiere. Ihre großen Nester werden oft von Greifvögeln oder Eulen als Nistplätze verwendet. Insgesamt ist die Krähe ein nützlicher Vogel. Sie ist ein wichtiger Bestandteil unserer Tierwelt und eher ein freundlicher Geselle als ein Vogelmörder. Es gibt viele Gründe, ihr mehr Toleranz entgegen zu bringen.
Kann es wirklich sein, dass der Mensch durch seine Kurzsichtigkeit im Hier und Jetzt, durch seinen Egoismus und seine unersättliche Habgier, die Welt nicht mehr erkennt? Wieviel Mensch verträgt die Erde?

1 Kommentar:

Toni hat gesagt…

Tolles Wohngebiet.
Evtl. bau ich dort auch ein Haus.