Samstag, 22. November 2008

In Gummistiefeln durch den Schnee

In den Wolken lagerten sich feinste Tröpfchen unterkühlten Wassers an Kristallisationskeimen an und sind dort gefroren. Dabei sind Eiskristalle entstanden, die durch ihr zunehmendes Gewicht nach unten fielen und durch den Unterschied des Dampfdrucks zwischen Eis und unterkühltem Wasser weiter anwuchsen. Auch der in der Luft enthaltene Wasserdampf ging direkt in Eis über und trug damit zum Kristallwachstum bei. Es bildeten sich die bekannten sechseckigen Formen. Durch die hohe Thermik bewegten sich die Kristalle mehrfach vertikal durch die Atmosphäre, wobei sie teilweise abgeschmolzen wurden und wieder neu kristallisieren konnten. Mit meinen neuen, kniehohen und wasserdichten Unisexstiefeln mit relativ weitem Schaftrohr, die aus thermoplastischen Kunststoffen hergestellt wurden, wandelte ich zum Zeitvertreib und zur Erbauung durch diese Kristallwelt, bis ein Zustand erreicht war, dessen Temperatur unterhalb meiner Bezugstemperatur lag.
Kurz gesagt: Es schneite und ich ging mit meinen Gummistiefeln spazieren, bis es mir zu kalt wurde.

Keine Kommentare: