Mittwoch, 12. November 2008

Machiavellismus und Mikropolitik

Mikropolitik bezeichnet im wesentlichen ein Verhalten und Taktieren innerhalb von Organisationen, das der persönlichen Machtvermehrung im Eigeninteresse dient. Sie kann zugleich auch den formalen Organisationszielen dienlich sein, ist es aber meistens nicht. Zu den destruktiven Formen der Mikropolitik gehören zum Beispiel der Einsatz von Intrigen, der innerbetriebliche Machiavellismus wie z.B. unkontrollierter, rücksichtsloser Machtgebrauch ohne moralische oder ethische Kriterien und vieles mehr. Häufig werden dadurch betriebliche Ressourcen zerstört, Organisationsziele, Organisationsimage und Betriebsklima negativ beeinträchtig. Es wird massiv menschliches Leid verursacht.
Jeder sollte sich verpflichtet fühlen, destruktiven innerbetrieblichen Verhaltensweisen entgegenzuwirken - im Interesse der Geschädigten auf Arbeitnehmer- und Arbeitgeberseite. Die sozialen Zusammenhänge und Abläufe der Mikropolitik gehören offen gelegt und ihre destruktiven Formen genauer analysiert, um Abwehr- und Präventationsmöglichkeiten zu entwickeln. Offenlegung und Bekanntmachung schadet den potenziellen "Tätern" weitaus mehr, als es ihnen nützt.

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