Freitag, 29. Oktober 2004

Düngen

Die bunte Pracht des Gartens: ein Meisterwerk der Natur. Die Pflanzen benötigen dafür vor allem Licht, Wasser und Nährstoffe. Grundnahrungsmittel im Pflanzenbeet sind Stickstoff für das Wachstum sowie Phosphor und Kalium für die Blüte. Daneben brauchen die Planzen Magnesium, Calcium, Schwefel und andere Spurenelemente, wie zum Beispiel Eisen. Werden dem Garten keine Nährstoffe entzogen, durch die Gemüseernte etwa oder durch Rasenschnitt, spricht man von einem geschlossenen Nährstoffkreislauf. Düngen ist dann in der Regel nicht notwendig. Wer aber das Gemüse oder Obst aus seinem Garten verspeisen möchte oder das abgefallene Laub vom Boden entfernt, sollte dem Boden durch Düngen neue Nährstoffe liefern.
Viele Gartenfreunde besitzen einen eigenen Komposthaufen. Kompost zählt, ebenso wie Mist, Hornspäne oder Knochenmehl, zu den organischen Düngern. Voraussetzung ist hier allerdings, dass genügend Mikroorganismen im Boden sind, die den Dünger in der Erde abbauen und so die Nährstoffe aus den organischen Verbindungen freisetzen. Erst dann stehen sie den Pflanzen zur Verfügung. Welcher Dünger der richtige ist, hängt von den benötigten Nährstoffen ab:
Gartenkompost besitzt eine gleichmäßige Nährstoffverteilung, jedoch ist der Nährstoffgehalt insgesamt relativ gering.
  • Hornspäne liefern vor allem Stickstoff (Reinstickstoff 14 Prozent).
  • Knochenmehl enthält besonders viel Phosphor (22-30 Prozent).
  • Buchenholzkohle besitzt hauptsächlich Kalium (6-10 Prozent), Magnesium (10 Prozent) und Calcium (20 Prozent).

Immer dann, wenn Flächen neu angelegt wurden oder vorübergehend nicht genutzt werden, bietet sich Gründüngung an. Ölrettich, Bitterlupine, Zottelwicke, Gelbsenf und Phacelia versorgen den Boden mit Nährstoffen für die darauf folgenden Kulturen. Außerdem verbessern sie die Bodenstruktur und bewirken, dass Wasser schneller aufgenommen und gespeichert wird.
Besonders für die akute Versorgung mit Spurenelementen geeignet ist mineralischer Dünger. Er liefert die Nährstoffe sehr schnell und gezielt, denn sie brauchen nicht erst von Mikroorganismen freigesetzt werden. Deshalb ist Mineraldünger vor allem für Kübel- und Topfpflanzen geeignet. Mit der Dosierung sollte man allerdings vorsichtig sein: Zu viel Mineraldünger schädigt das Pflanzengewebe, außerdem belasten überschüssige und ausgeschwemmte Düngesalze das Grundwasser.
Und was ist von den Spezialdüngern zu halten? Im Handel wird eine Vielzahl davon angeboten, sei es für Rosen, Tomaten oder Tannen. Oft unterscheiden sie sich jedoch kaum voneinander. Wichtig ist nicht die Bezeichnung, sondern dass der Dünger ein günstiges Nährstoffverhältnis besitzt und Langzeitwirkung hat. Dann leistet der Allround-Dünger so gute Dienste wie der Spezialdünger.

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