Mittwoch, 3. September 2008

Der Sündenbock heißt Günther Gorenzel-Simonitsch

Zwei Siege in den letzten zwanzig Spielen und null Punkte in dieser Saison trotz einer guten Mannschaft, einem guten Trainer, einem Supermanager und einem Präsidenten der Spitzenklasse. Da musste etwas faul sein. Was lange Zeit ein Rätsel war, ist nun endlich gelöst. Der Sündenbock heißt Günther Gorenzel-Simonitsch.Spätestens im Februar 2006, als ihn Walter Schachner vom Grazer AK zum TSV 1860 als Co-Trainer mitbrachte, hätte die Führung des Vereins - Präsident war seinerzeit noch Karl Auer - stutzig werden müssen. Kein normaler Mensch heißt Günther Gorenzel-Simonitsch.
Günther wurde am 10. Oktober 1971 in Graz geboren und studierte in Wien Trainingswissenschaften. Er arbeitete beim österreichischen Drittligisten St. Veit, ehe er im Mai 2000 vom FC Kärnten abgeworben wurde, wo er auf Walter Schachner traf. Im Juni 2002 wechselte das Gespann zu Austria Wien und danach bis Januar 2006 zum Grazer AK. Als Rainer Maurer die Aufstiegshoffnungen der Löwen nicht erfüllen konnte und nach der Hinrunde der Zweitligasaison 2005/06 nur auf dem neunten Platz lag, wurde das Duo Schachner/Gorenzel-Simonitsch vom TSV 1860 engagiert. Nach einer nervenaufreibenden Rückrunde landete der Verein auf Platz 13 und entging nur knapp dem Abstieg. Auch die darauf folgende Saison verlief nicht erfolgverprechend, so dass Walter Schachner in der Rückrunde 06/07 entlassen und Marco Kurz zum Cheftrainer ernannt wurde. Doch Günther Gorenzel-Simonitsch blieb.
Noch im November 2007 wurde sein Vertrag bis zum Ende der Saison 2009/10 verlängert. Im Juli 2008 wurde Gorenzel-Simonitsch vom Co- zum Fitnesstrainer degradiert und am 30. August entlassen. Einen Nachfolger für ihn wird es beim TSV 1860 nicht geben. Seine Arbeit verrichten in Zukunft die anderen Mitglieder des Trainerstabes ganz locker nebenbei.
Nach der Trennung des Vereins von Sündenbock Günther Gorenzel-Simonitsch rechnet Nervenruh im nächsten Punktspiel mit einem haushohen Sieg der Löwen.

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